Keine Saalfastnacht

Bebelsheim. Der Karnevalverein Bebelsheim hat während einer online-Vorstandssitzung alle Veranstaltungen der „Indoor“-Fasenacht abgesagt. Das teilte Vorsitzender Armin Nagel mit. So werden diesmal wieder sowohl die Ordenssoirée (28. Januar), das Kinderschlorum (30. Januar), die drei Kappensitzungen (5., 11. und 19. Februar) ausfallen. Auch nicht stattfinden wird die Musikveranstaltung am Fasenachtssamstag, 26. Februar, der „BeMaBüBa“ (Bebelsheimer Masken- und Bühnenball), die vor zwei Jahren eine erfolgreiche Premiere feiern konnte. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr soll das Heringsessen, jetzt in erweiterter Form wieder auf die Straße verlegt, die eingelegten Fische mit Beilagen nach Bestellung womöglich als kleiner Umzug zu den Menschen gebracht werden. Auch feile man intensiv an weiteren alternativen Veranstaltungen im Freien, damit die Fasenacht nicht gänzlich aus den Köpfen verschwindet, so Nagel. Vor allem rund um das verlängerte Fasenachtswochenende ab dem „Fetten Donnerstag“ sollen Aktivitäten sowohl in Bebelsheim als auch in Wittersheim, das Dorf, aus dem auch zahlreiche Mitglieder stammen. Ideen seien da, jedoch noch nicht ganz ausgereift, meint der KV-Präsident. Bei der Umsetzung werden die Möglichkeiten, die die Beschränkungen der Pandemie noch erlauben, einfließen. Haben die drei Garden schon seit fast zehn Monaten trainiert, seien die fünf Schautanzgruppen nach den Sommerferien eingestiegen, musste alles Ende November beendet werden, wurden rund 80 Aktive zum Nichtstun „verdammt und in den Standby-Modus versetzt worden“. Insbesondere bei den Kleinsten sei das sehr schade gewesen, teilte Nagel mit. Dort hatte man einen großen Zuwachs zu verzeichnen und die Kinder seien mit großer Begeisterung zu den Übungsstunden gekommen. Elferratspräsident Bertram Nagel, gleichzeitig auch Ortsvorsteher des 680 Seelen-Dorfes der Gemeinde Mandelbachtal, sieht jedoch auch die Gefahr, dass es vielleicht schwer werde nach dem zweiten Ausfall der Veranstaltungen zur nächsten Session Aktive zum Training zu animieren. Insgesamt sehen beide jedoch den Verein weiter auf einem guten Weg, zumal der Ausfall der Fasenacht keine finanziellen Löcher reißen werde. Einzig fehlen die Einnahmen aus den Veranstaltungen, demgegenüber müsse man auch keine Gelder beispielsweise für Gardekleidung oder Schautanzkostüme ausgeben. „Wir sind gut aufgestellt,“ so die beiden Fasenachter, die jedoch sehnlichst eine Entspannung der Corona-Situation herbeisehen. ott

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