Hasborn-Dautweiler. Mit einem bunten Programm wird auch in diesem Jahr am Samstag, 3. Oktober, in Hasborn-Dautweiler an den Dichter Johannes Kühn erinnert, der an diesem Tag vor drei Jahren gestorben war.
Im Laufe mehrerer Veranstaltungen soll dabei nach Angaben der Johannes-Kühn-Gesellschaft unter anderem das längst vergriffene allererste Buch des Autors aus dem Jahr 1957 vorgestellt werden. Es trägt den Titel „Vieles will Klang, immer wieder“ und wurde jetzt von dem Verleger Thomas Seng neu herausgegeben.
Außerdem sind Gespräche mit dem saarländischen Künstler Prof. Heinrich Popp und dem langjährigen Lebacher Bibliotheksdirektor Hans Huth geplant, die beide Johannes Kühn aus vielen Begegnungen kannten. Den Abschluss bildet gegen Abend wiederum eine musikalische Soirée mit dem Duo „Recobrado“ aus Saarbrücken. „Wir wollen uns auch in diesem Jahr wieder einen ganzen Tag lang mit dem Werk unseres Dichters aus den verschiedensten Blickwinkeln auseinandersetzen und danken allen Mitwirkenden, dass sie uns das ermöglichen“, erklärte der Vorsitzende der Johannes-Kühn-Gesellschaft, Dr. Martin Rech. Nach seinen Worten sind alle Interessierten am Samstag, 3. Oktober, ab 14.30 Uhr, zum öffentlichen Teil der Veranstaltungen im Raum der Hasborner Vereine im ehemaligen Schwesternhaus, Theelstraße 6, eingeladen.
Dort kommen zunächst zwei Zeitzeugen zu Wort, als erster der aus Sotzweiler stammende und seit langem in Saarbrücken lebende Künstler Prof. Heinrich Popp, der unter anderem als Schöpfer des „Wortsegels“ bei Sotzweiler bekannt ist. Er hatte zu mehreren Büchern von Johannes Kühn Graphiken und Zeichnungen beigesteuert und dem Dichter zum 70. Geburtstag ein Skizzenbuch mit zahlreichen Zeichnungen geschenkt, die zum Teil in Kühns Werk „Besitzlos, den Schmetterling feiernd“ sowie in einem Magazin und auf der Website der Johannes-Kühn-Gesellschaft veröffentlicht wurden.
Des weiteren erzählt der in Hasborn lebende, langjährige Lebacher Bibliotheksdirketor Hans Huth über seine Begegnungen mit dem verstorbenen Lyriker, den er seit seiner Kindheit kannte. Hans Huth war einer der ersten, die den Dichter zu öffentlichen Lesungen einluden. Die Gespräche mit ihm und Heinrich Popp führt der aus Alsweiler stammende Journalist Klaus Brill, der dem Vorstand der Johannes-Kühn-Gesellschaft angehört.
red./hr

