Investition in die Zukunft

Die Baumaßnahmen zur Erneuerung und Erweiterung des Umspannwerks Fort Rauch wurde mit dem symbolischen ­Spatenstich ­gestartet. Foto: Simon Wax
Die Baumaßnahmen zur Erneuerung und Erweiterung des Umspannwerks Fort Rauch wurde mit dem symbolischen ­Spatenstich ­gestartet. Foto: Simon Wax - (Bild 1 von 1)

Saarlouis. Mit einem symbolischen Spatenstich sind die Baumaßnahmen zur Erneuerung und Erweiterung des Umspannwerks Fort Rauch gestartet. Zum „Spatenstich“ geladen waren unter anderem Vertreter aus der Politik, dem Aufsichtsrat sowie der Leiter der Stromversorgung, Steven Rink, als auch die Geschäftsführung der Stadtwerke Saarlouis, Dr. Ralf Levacher und Helmut Bier.

Herausforderungen eines klimaneutralen Stromsystems

Im Jahr 1964 ging das Umspannwerk erstmals in Betrieb und trägt seither maßgeblich zur Versorgungssicherheit der Saarlouiser Bürger bei. Über die Jahre hinweg wurden die darin befindlichen technischen Anlagen stets erneuert und modernisiert, um mit den sich wandelnden Anforderungen Schritt zu halten.

Die ursprüngliche Struktur und Ausstattung, obwohl robust und zuverlässig, bietet jedoch räumlich nicht mehr den benötigten Platz, um den zukünftig noch stärker wachsenden ­Anforderungen gerecht zu ­werden.

Die steigende Nachfrage nach elektrischer Energie erfordert eine wesentliche Vergrößerung der bestehenden Anlagen. Besonders die zentrale 10-kV-Schaltanlage, das Herzstück des Umspannwerks, muss den wachsenden Bedürfnissen angepasst werden.

Die nun notwendige Erweiterung der 10-kV-Schaltanlage ist somit vor allem als notwendige Netzverstärkungsmaßnahme anzusehen. Im Zuge der Energiewende steigt der Bedarf an elektrischer Energie stetig. Die Errichtung von Wärmepumpen, Wallboxen oder auch öffentlicher leistungsintensiver Ladeinfrastruktur sowie der Ausbau von Erneuerbaren-Energie-Anlagen stellen die Stromnetze insgesamt vor große Herausforderungen.

Das Elektrizitätsnetz dient als Grundlage für die Durchleitung von elektrischen Energieflüssen und ist damit auch die Basis für die Elektrifizierung des Wärme- und Verkehrssektors sowie für die Einspeisung erneuerbarer Energien. Daher müssen Netze so ausgelegt sein, dass sie auch bei zukünftig steigendem Energiebedarf die Versorgung weiterhin gewährleisten können.

Durch den Ausbau der 10-kV-Schaltanlage des Umspannwerks können die Stadtwerke Saarlouis diesen ständig steigenden Energiebedarf gerecht werden. Aber das ist nur ein Teil des Puzzles. Die nächsten Schritte umfassen den weiteren Ausbau von Umspannwerken sowie die Stärkung bestehender Kabeltrassen und die Modernisierung der Großtransformatoren der Umspannwerke, deren Lieferung derzeit aufgrund der extrem hohen Nachfrage bis zu fünf Jahre dauern kann!

Großes Bauvorhaben im laufenden Betrieb

Für das Bauvorhaben wurde ein Zeitraum von etwa 2,5 Jahren vorgesehen und ein Investitionsvolumen von vier Millionen Euro kalkuliert – von der Planung bis zur Inbetriebnahme der neuen Schaltanlage. Die Versorgungssicherheit hat dabei höchste Priorität. Durch vorausschauende Um- und Ersatzschaltungen wird si die Versorgungssicherheit auch während der Modernisierungsphase jederzeit gewährleistet.red./jb

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