Alle Ausgaben als ePaper im Überblick

Historischer Stadtrundgang

Zweibrücken. Der Historische Verein Zweibrücken lädt am Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr zu einem historischen Stadtrundgang unter dem Titel „Schicksale im Nationalsozialismus. Die Stolpersteine in Zweibrücken“ ein. Treffpunkt ist der Eingang der Mehrzweckhalle am Helmholtz-Gymnasium. Die Führung übernimmt Stadtarchivar und Vorstandsmitglied des Historischen Vereins, Jonathan Erb.

Im Mittelpunkt des Rundgangs stehen die Zweibrücker Stolpersteine und die Schicksale der Menschen, an die sie erinnern. Die vom Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufenen Stolpersteine gelten heute als das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Die in den Gehweg eingelassenen Messingtafeln erinnern an Opfer des Nationalsozialismus und machen deren Namen und Lebensgeschichten wieder sichtbar.

In Zweibrücken begann das Stolperstein-Projekt im Jahr 2012 mit der Verlegung eines Gedenksteins für Walter Frick in der Alten Steinhauser Straße. Inzwischen erinnern 40 Stolpersteine sowie eine Stolperschwelle an Opfer des nationalsozialistischen Regimes aus der Stadt.

Der Rundgang führt entlang ausgewählter Stolpersteine und vermittelt Einblicke in die Lebensgeschichten der Betroffenen. Ausgangspunkt ist die Stolperschwelle am Helmholtz-Gymnasium, die an die Zweibrücker Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter erinnert. Das Ende der Führung ist am Hallplatz vorgesehen. Dort wird der Brunnen in den kommenden Tagen offiziell den Namen Fritz-Gugenheim-Brunnen erhalten.

Mit der Veranstaltung möchte der Historische Verein im Rahmen seiner Gedenk- und Demokratiearbeit dazu beitragen, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten und deren Schicksale wieder ins öffentliche Bewusstsein zu ­rücken.red./wj

  • Jetzt teilen:

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de