Hilfe für im Menschen im Kriegsgebiet

In der ukrainischen Stadt Ivano Franskivsk errichten die Malteser und die Caritas aktuell ein Versorgungszentrum für 3 000 Flüchtlinge. Fotos: privat
In der ukrainischen Stadt Ivano Franskivsk errichten die Malteser und die Caritas aktuell ein Versorgungszentrum für 3 000 Flüchtlinge. Fotos: privat - (Bild 1 von 4)
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Saarlouis. Die schockierenden Bilder aus der ­Ukraine beschäftigen viele Menschen auf der ganzen Welt – natürlich auch im Saarland. Krieg in Europa – vor wenigen Tagen noch unvorstellbar. Leidtragende sind die Menschen vor Ort in der Ukraine. Doch die Solidarität, das Mitgefühl und auch die Hilfsbereitschaft im Großen und auch im Kleinen ist enorm und vorbildlich.

Auch die Malteser in Saarlouis, die bereits seit 1992 Hilfstransporte in die Ukraine organisieren und so die Menschen vor Ort Jahr für Jahr unterstützen, organisieren anlässlich des ­Krieges in Osteuropa Hilfstransporte, um den Menschen in der Ukraine zu helfen.

„Die Situation in der Ukraine hat eine Dimension angenommen, die wir uns in dieser Form nicht hätten vorstellen können. Natürlich haben wir uns als Malteser sehr schnell dazu entschieden Geld und auch Hilfsgüter zu sammeln, um direkt vor Ort zu helfen. In der vergangenen Woche haben wir bereits einen ersten Hilfstransport in die Region geschickt. Die Hilfsgüter sind für den Malteser Hilfsdienst und die Caritas in Ivano Franskivsk bestimmt. Diese Stadt liegt im Westen der Ukraine und ist auch schon Ziel von Raketenangriffen gewesen. Die Malteser vor Ort bauen dort aktuell ein Versorgungszentrum für 3 000 Flüchtlinge auf“, so Daniel Tull von den Maltesern Saarlouis.

Hilfsgüter, die für die Menschen in der Ukraine benötigt werden, sind Feldbetten und Tragen, Schlafsäcke und Wolldecken, haltbare Lebensmittel (Nudeln, Reis, Konserven etc.), medizinische Hilfsmittel (Rollstühle, Gehhilfen, Verbandsmaterial etc.), Thermobehälter und natürlich auch Geldspenden. Geldspenden können auf das Konto der Malteser Saarlouis, DE14 5935 0110 0200 5526 10 mit dem Stichwort „Ukrainehilfe“ überwiesen werden. Hilfsgüter können in Saarlouis in der Donatusstraße 60 und in Lebach in der Schreinerei Bauer, Rennbahnstraße 1, am Freitag, 4. März, von 17 bis 20 Uhr, am Samstag, 5. März, von 12 bis 17 Uhr sowie vom 7. bis 9. März jeweils von 17 bis 20 Uhr abgegeben werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit in Lebach am Sonntag, 6. März, von 12 bis 17 Uhr.

„Wir benötigen außerdem noch dringend mehrere Transporter (Sprinter, Transit oder ähnliches), um das Essen zu den vor den Grenzen wartenden Flüchtlingen – meist Frauen und Kinder – zu bringen. Was wir auf gar keinen Fall benötigen, – und das ist wirklich zu beachten – sind Kleider, sondern ausschließlich die genannten Sachspenden“, erklärt Tull abschließend.

Weitere Informationen zum Hilfstransport in die Ukraine gibt es per E-Mail unter daniel.tull@malteser.org. jb

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