Hexenprozesse im Hochwald

Beim Hexenspiel auf der Grimburg wurden die Foltermethoden nachgestellt. Foto: Lauer
Beim Hexenspiel auf der Grimburg wurden die Foltermethoden nachgestellt. Foto: Lauer - (Bild 1 von 1)

Wadern. In der Reihe „Treffpunkt Heimat“ des Vereins für Heimatkunde hält Dittmar Lauer am Mittwoch, 20. Oktober, 19 Uhr im Kino Lichtspiele Wadern einen Vortrag über Hexenprozesse in den Hochgerichten der späteren Reichsherrschaft Dagstuhl (1523–1630).

Grundlage der historischen Betrachtung sind vor allem die im Fürstlich Oettingen-Wallersteinschen Archiv im Schloss Harburg und im Landesarchiv Saarbrücken aufbewahrten Prozessakten. Danach wurden in den Jahren 1523 bis 1630 99 Prozesse gegen Frauen und Männer geführt. Sie wurden als Hexen denunziert, angeklagt und hingerichtet.

Der erste Hinweis auf eine Hexenverbrennung findet sich in einer Dagstuhler Rechnungslegung für das Jahr 1523: „Item als mir die Frau zu Wadern ergriffen hun und siem vor Gericht gestellt, ist sie verbrennt worden …“

Der letzte Hexenprozess war 1630. Er richtete sich gegen Matthias Barthen aus Noswendel, der vom Hochgericht Dagstuhl abgeurteilt und auf dem Hochgericht zu Wadern verbrannt wurde.

Dittmar Lauer ist als Heimatforscher weit über den Hochwaldraum hinaus bekannt. Seine zahlreichen heimatgeschichtlichen Publikationen umfassen in großer thematischer Bandbreite den Zeitraum vom Frühmittelalter bis in die jüngste Vergangenheit (www.dittmar-lauer.de).

Der Eintritt Vortrag ist frei. Der Nachweis der Impfung, der Genesung oder eines negativen Testes ist erforderlich. red./am

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de