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Herbstliche Gartenpracht

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Saarbrücken. Kaum jemand weiß, dass der Deutsch-Französische Garten einst als Wirtschaftsschau konzipiert wurde. Noch heute erinnern daran einige Reste: Angefangen von der in den Boden eingelassenen Sonnenuhr – „gestiftet von der Halberger Hütte“ – über die Porsche-Kleinbahn bis hin zur Sesselbahn der Firma Heckel. Das Werk fertigte seinerzeit die Drahtseile für die Grubenschächte.

Die Historie des Deutsch-Französischen Gartens (DFG) erläutert am 6. und 20. September (jeweils sonntags) ab 14.30 Uhr vom Eingang Deutschmühlental ausgehend der Saarbrücker Gästeführer Wolfgang Willems. Dabei kommt auch die Kriegsgeschichte der Gartenlandschaft zur Sprache: Angefangen vom Ehrenfriedhof der deutsch-französischen Auseinandersetzungen auf den Spicherer Höhen bis hin zu den einst 18 Bunkeranlagen aus dem zweiten Weltkrieg.

Dabei ist der DFG eine Industriebrache. Wie der Name Deutschmühletal schon fast erahnen lässt, gab es einst in dem zur französischen Grenze ansteigenden Gelände wenigstens vier Mühlen: neben der Getreidemühle des Deutschherrenordens eine Harnisch-, Pulver- und Walk-Mühle.

Im Deutschmühlental erklärt Willems den Besuchern der zwischen Metzer Straße und der Bahnlinie nach Paris gelegenen Grünanlage Mühlenteiche, Porsche-Kleinbahn, Waschbeton-Beete, Drahtseilbahn, Wasserorgel, Tal der Blumen, Berliner Pavillon, Ehrenfriedhof, Heidegarten und Bunkeranlagen sowie die Freilichtbühne. Die zweistündige Führung kostet drei Euro. red./jj

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