Helfen, wo es wirklich brennt

Die Geldübergabe vor dem Schulgarten des OGV Neuweiler (von links): Rudi Riefer, Alfred Herr, Thomas Wunn, Thomas Gutensohn, 1. Vorsitzender Horst Dieter Hetrich, Bianca Kappler, davor Ute mit Ida Müller, Kristina mit Tymur Shulshenko, Wolfgang Laub (Kassierer OGV), Tanja Beck-Latour und Marco Müller.Foto: Verein
Die Geldübergabe vor dem Schulgarten des OGV Neuweiler (von links): Rudi Riefer, Alfred Herr, Thomas Wunn, Thomas Gutensohn, 1. Vorsitzender Horst Dieter Hetrich, Bianca Kappler, davor Ute mit Ida Müller, Kristina mit Tymur Shulshenko, Wolfgang Laub (Kassierer OGV), Tanja Beck-Latour und Marco Müller.Foto: Verein - (Bild 1 von 1)

Neuweiler. Eine Handvoll Frauen haben sich unter der Federführung von Bianca Kappler zusammengefunden, um den in Neuweiler angekommenen Ukraine-Flüchtlingen zu helfen. Auslöser für ihr Engagement war Marzin Synovski aus Neuweiler, der mit seiner Familie eine ukrainische Familie aufgenommen hat.

Es haben sich bereits 40 Familien in Neuweiler zusammengeschlossen, um schnell, direkt, bedarfsgerecht und unkompliziert zu helfen. Die an die Frauen herangetragene Empfehlung, doch einen Verein zu gründen, lehnen sie ab und nennen ihre Aktion „Neuweiler zeigt Herz“ und dabei soll es auch bleiben.

Der Obst- und Gartenbauverein Neuweiler war von dieser Aktion sehr angetan und entschied sich spontan auch Herz zu zeigen und überreichte der Helfergruppe einen Geldbetrag von 1500 Euro, den die Initiatorin Bianca Kappler dankend in Empfang nahm. Man wolle gezielt helfen und dort „Hand anlegen, wo es wirklich brennt“.

„Das bringt uns ein gutes Stück weiter“, freute sich Kappler. Man versuche, den Menschen ein Stück Normalität“ zu bieten. Hierfür sei diese Spende gut geeignet. Man schaue mit Argusaugen darauf, dass jeder Cent auch dahin komme, wo er ­hingehöre.

Nach Aussage von Tanja Latour-Beck seien bis jetzt sieben Familien mit zwölf Erwachsenen und 19 Kinder in Neuweiler angekommen, davon hätten bereits fünf Familien in Neuweiler eine ständige Bleibe gefunden und deren Kinder gingen auch schon zur Schule. Man stelle fest, dass sie alle sehr auf Integration bedacht seien und so schnell wie möglich nach einem Arbeitsplatz Ausschau hielten.

Die Vorstandsmitglieder des OGV luden noch zu einem Gläschen Sekt in ihr Bunkermagazin ein. Im Laufe des Gesprächs erfuhren die OGV-Herren vieles über die Arbeit und das gezielte Vorgehen der Initiative „Neuweiler zeigt Herz“ und waren davon nachhaltig beeindruckt. red./dos

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