„Heiligabend“ in der Merziger Theaterreihe

Philosophie-Professorin Judith wird von Verhörspezialist Thomas zu Terrorplänen befragt. Foto: Joachim Hiltmann
Philosophie-Professorin Judith wird von Verhörspezialist Thomas zu Terrorplänen befragt. Foto: Joachim Hiltmann - (Bild 1 von 1)

Merzig. Am Mittwoch 8. Dezember, wird in der Merziger Musik- und Theaterreihe das Stück „Heilig Abend“ aufgeführt. Beginn ist um 20 Uhr in der Stadthalle.

Die Aufführung ist der Ersatztermin für das mehrfach verschobene Stück „Vater“ (geplant für 20. März 2020 und Frühjahr 2021). Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Karten gibt‘s nach Terminvereinbarung im Ticket Büro der Villa Fuchs in der Stadthalle Merzig; in den Ticket Regional Vorverkaufsstellen. Bei Fragen ist der Veranstalter unter Tel. (0 68 61) 9 36 70 erreichbar. Die Veranstaltung des Kreiskulturzentrums Villa Fuchs findet in Zusammenarbeit mit der Kreisstadt Merzig statt.

Zum Inhalt: Es ist der 24. Dezember, halb elf Uhr abends. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Genau 90 Minuten hat Verhörspezialist Thomas Zeit, um von einer Frau namens Judith zu erfahren, ob sie tatsächlich um Mitternacht einen – gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Peter geplanten – terroristischen Anschlag verüben will. Sie wurde auf dem Weg zu ihren Eltern aus einem Taxi geholt und zur Polizeistation gebracht. Thomas weiß offensichtlich alles über sie, ihre Arbeit und ihre gescheiterte Ehe.

Im Nebenzimmer wird Peter schon fast zwölf Stunden lang befragt. Ermittler Thomas versucht, wie das bei parallel geführten Vernehmungen üblich ist, den einen über die Aussagen des anderen zu überführen.

Aber wo endet List, und wo beginnt unzulässige Täuschung, wenn unbelegte Vorwürfe wie Fakten behandelt werden? Ist das Ganze doch nur eine Übung für eines von Judiths Seminaren, wie die Philosophie-Professorin behauptet?

Thomas setzt alles daran, Judith aus der Reserve zu locken. Doch da hat er mit ihr, die sich mit dem französischen Psychiater, Politiker und Autor Frantz Fanon und seinen Thesen über die Rechte Unterdrückter auseinandergesetzt hat, kein leichtes Spiel. Im Gegenteil: Sie beginnt, ihr Gegenüber mit gezielten Fragen aus dem Konzept zu bringen. Die Situation spitzt sich zu. Und die Zeit läuft …

red./am

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