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Harmonisches Damen-Turnier in Wadgassen

Bildunterschrift: Elf Damen und Mädchen nahmen an der Fraueneinzelmeisterschaften im Schach teil.Foto: Verein
Elf Damen und Mädchen nahmen an der Fraueneinzelmeisterschaften im Schach teil.Foto: Verein - (Bild 1 von 1)

Wadgassen. Die Saarländischen Fraueneinzelmeisterschaften wurden von den Schachfreunden Wadgassen-Differten ausgerichtet. Mit elf Damen und Mädchen waren es weniger Spielerinnen als im vorigen Jahr, aber es kamen wieder neue und recht starke Teilnehmerinnen hinzu, so dass sich der Spielerinnenkreis für die folgenden Jahre stetig erweitert. Es gab viele spannende Partien zu sehen. Als Favoritin ging ­Mariya Anissimova an den Start. In der dritten Runde spielte sie gegen Elke Zimmer und sicherte sich mit einem Sieg die Tabellenführung. Anika Rusch von Rochade Saarlouis, die erst knapp zwei Jahre Schach spielt, hatte nach drei Siegen Mariya als Gegnerin in der letzten Runde. Leider konnte Anika ihre gute Stellung im Mittelspiel nicht halten, so dass Mariya ihren fünften Punkt gewann und damit klare Turniersiegerin wurde. In der fünften und letzten Runde konnte Elke Zimmer sich in einer langen Partie gegen Annemarie Böhm durchsetzen und damit ihren ­Titel als Saarlandmeisterin verteidigen.

Alle Teilnehmerinnen freuten sich an dem freundschaftlichen Zusammensein. Johanna Becker hatte das Turnier schon im vorigen Jahr gut gefallen, und wenn sie auch aktuell wegen ihres Studiums kaum noch Zeit für regelmäßiges Training hat, wollte sie hier dabei sein. Auch Dr. Lorraine Weber fand das harmonische Miteinander im kleinen Kreis sehr schön und dass sich alle auf „einer Ebene begegnen“. Sie spielt erst seit einem Jahr Schach, eigentlich nur online, und platzierte sich gleich bei den Favoriten. Tatjana Neustadt und Luise Lüers spielen vor allem wegen der Freude an der Herausforderung. Sie finden das Siegen nicht mal so wichtig, es ist dann aber trotzdem schön.

Es war toll mitanzusehen, wie schnell die beiden Jüngsten, Carmina Anish Muthukumar und Lisa Fass vom SV Riegelsberg sich angefreundet hatten und jede Wartezeit an einem freien Brett spielten.

Die achtjährige Carmina kam erst voriges Jahr aus Indien und trainiert mit ihrem großen Bruder beim SV Saarbrücken. Lisa fand es besonders schön, unter Frauen zu spielen, weil alle so nett waren. Das ist in gemischten Gruppe und mit Jungs oft nicht so, meinte sie.

Für die Preisverleihung war SV1921-Präsident Wolfgang Bender gekommen und übergab mit Elke Zimmer die Urkunden und Preise. Er freute sich, dass die ­OSFEM sich zu einem schönen Turnier mit viel Potential entwickelt hat.

Ein herzlicher Dank ging an die Schachfreunde Wadgassen-Differten für die Ausrichtung, besonders an Michael Neis und Elke Zimmer für die Organisation und die Turnierleitung. Vorsitzender Alois Scholl lud die Damen auch gleich zu den nächsten Turnieren ein, zu den Blitz-Einzelmeisterschaften und zum Wadgasser Sommerturnier. red./jb

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