Grundschüler für die Umwelt sensibilisieren

Zweibrücken. Müll in unserer Umwelt geht uns alle an. Und: Man kann gar nicht früh genug damit beginnen, Kinder für dieses Thema zu sensibilisieren. Das jedenfalls findet Jutta Daniel. Die Mutter zweier kleiner Töchter ist Mitglied der Klima- und Umweltschutzgruppe ZW-vernetzt (www.zw-vernetzt.de) und übernimmt in diesem Jahr die Planung und Organisation der Müllsammelaktion 2022.

Unterstützt wird sie dabei von Katja Flickinger vom UBZ. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder der Bürgerinitiative und zahlreiche weitere Helfer in 50 Gruppen rund 1,5 Tonnen Müll an Wegen, in Anlagen, mit dem Kanu am Schwarzbachrand, im Wald und in den Freizeitgebieten gesammelt. Der UBZ hatte dafür Greifer und Müllsäcke zur Verfügung gestellt und den zusammen getragenen Müll mit einem großen Wagen in der Vertiefung hinter der Alexanderskirche eingesammelt. Als ideale Jahreszeit für solche Aktionen empfiehlt sich der Februar empfohlen, da die Sträucher noch unbelaubt sind und guten Durchblick sowie guten Durchgriff erlauben und noch keine brütenden Vögel oder andere Tiere gestört werden.

In diesem Jahr nun hat die Lehrerin an einer Pirmasener Förderschule die Idee, die Schulen mit einzubeziehen. Jutta Daniel erklärt: „Ich bin seit langem aktiv bei „Saubere Landschaft“ in Pirmasens, wo alljährlich Schülerinnen und Schüler die Naherholungsgebiete nach achtlos oder vorsätzlich entsorgtem Müll durchkämmen, und dachte, das ist ein gutes Vorbild auch für Zweibrücken.“

2021 wurden 1,5 Tonnen

Müll gesammelt

Zudem hält sie es „gerade in diesen Zeiten für eine gute Idee, einen Wandertag daraus zu machen, an die frische Luft und in Bewegung zu kommen und mal eine Weile ohne Maske unterwegs zu sein“. Dabei sei ihr im ersten Anlauf weniger wichtig, möglichst viel und riesige Mengen an Müll zu bergen, sondern „möglichst viele Kinder zu aktivieren, ein Bewusstsein für Müll in der Umwelt zu schaffen und diese für das Thema zu sensibilisieren“. Im Auftrag von ZW-vernetzt hat die Pädagogin jetzt die acht Grundschulen sowie die Canadaschule als Förderschule angeschrieben und zum Mitmachen eingeladen. Gegenüber der WOCH äußert sie: „Wir fangen erst mal klein an, um zu sehen, ob es angenommen wird und wenn ja, wie.“ Den Ablauf hat sie mit dem UBZ folgender Maßen besprochen: Wann die Kinder sammeln, ist den Schulen überlassen. Am Donnerstag, 17. Februar, dann kann der gesammelte Müll zu einer zentralen Sammelstelle gebracht werden, die noch festgelegt werde, je nachdem, wieviele und welche der angefragten Schulen teilnehmen. Die Strecken, an denen gesammelt werden soll, werden von Katja Flickinger vom UBZ vorgegeben. Jede Klasse bekommt eine Strecke angegeben, entlang derer sie Abfall sammeln geht, da beispielsweise nicht auf privaten Grundstücken gesammelt werden darf. Jutta Daniel erinnert: „Sollten Reifen, Farben, Asbest oder andere Gefahrstoffe gefunden werden, bitte liegen lassen und den UBZ benachrichtigen.“

Ebenso verhalte es sich mit größeren Ablagerungen, einfach an den UBZ melden. Der Zweibrücker Umweltbetrieb stellt Greifzangen (pro Schule etwa vier Stück) sowie ausreichend Mülltüten zur Verfügung. Für Kinder, die weder Gartenhandschuhe oder alte Arbeitshandschuhe zum Müllsammeln haben, hält ZW-vernetzt zudem Einweghandschuhe bereit. cvw

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