Grüner Stahl kommt zukünftig von der Saar

Völklingen / Dillingen. Mit einer beabsichtigten Investitionssumme von über 3,5 Milliarde Euro soll die saarländische Stahlindustrie zukünftig CO2 neutralen Stahl erzeugen und somit die Stahlindustrie im Land zukunftssicher machen.

„Seit dem Jahr 2015 waren wir als IG Metall gemeinsam mit der Mitbestimmung und den Beschäftigten in einem Existenzkampf um die Zukunftsfrage der Stahlindustrie unterwegs, um einen politischen Rahmen für eine zukunftsträchtige Stahlerzeugung in Deutschland sicherzustellen.

Die heutige Entscheidung zum Investitionsantrag der Stahl Holding Saar (SHS) ist Teil des Ergebnisses unserer Kampagne Stahl ist Zukunft und damit die größte Investition in der über dreihundertjährigen Geschichte der saarländischen Stahlindustrie“, so Lars Desgranges, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen und Mitglied des Aufsichtsrates der SHS.

„Wichtig ist nun, diesen Weg nachhaltig umzusetzen und zugleich die offenen Fragen rund um Versorgungssicherheit bei grüner Energie und die Schaffung von grünen Leitmärkten konsequent voranzutreiben. Wenn wir das schaffen, wird deutlich, dass Industrieproduktion und Ökologie zusammengeführt werden können, wenn es dazu den politischen Willen gibt“, so Desgranges.

Ralf Cavelius, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen, führt an, „dass durch ein Gelingen der Transformation alleine bei Dillinger und Saarstahl weit über 10000 mitbestimmte und tarifliche Arbeitsplätze im Saarland langfristig erhalten werden. Ohne diesen Schritt, wäre die Stahlindustrie mittelfristig ein Abwicklungsfall geworden, jetzt werden wir das Prestigeobjekt einer neuen Industriephase in unserem Land sein“.

„Stahl ist in einer modernen Industriewelt unverzichtbar. Einmal hergestellt kann er immer wiederverwendet werden. Sobald wir den Stahl klimaneutral nun auch herstellen können, wird Stahl mehr denn je der grüne Grundstoff der Zukunft, der nahezu in allen Branchen und Bereichen benötigt wird“, ergänzt Jörg Caspar, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Neunkirchen.red./dos

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