Gemeinsam im Einsatz gegen die Pandemie

Landkreis Südwestpfalz. Nachdem die Südwestpfalz gerade noch die niedrigste Inzidenz in Rheinland-Pfalz aufwies, knackt die Corona-Inzidenz im Bereich des Gesundheitsamtes Südwestpfalz nun bald die 1 000er Marke. Wie bei den bundesweiten Zahlen wird jetzt das exponentielle Wachstum in dieser Welle deutlich sichtbar.

„Mit der Zahl steigender Fälle, wächst auch die Anzahl der Anrufe, die im Gesundheitsamt getätigt werden müssen, um die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu koordinieren und zumindest die Betroffenen in Einrichtungen zu kontaktieren“ skizziert Landrätin Dr. Susanne Ganster die sich schnell ausdehnenden Aufgaben.

„Seit Januar haben wir dafür vom THW Unterstützung für das Gesundheitsamt angefordert und sind sehr dankbar dafür, wie schnell die Kräfte eingreifen konnten und welche Hilfe sie leisten.“

Aus Pirmasens Kaiserslautern, Zweibrücken und Hauenstein

Neun ehrenamtliche THW-Kräfte aus Pirmasens und Kaiserslautern haben smit der aktuellen Corona-Welle die Hilfeleistung für das Gesundheitsamt Südwestpfalz aufgenommen. „Unter dem Motto #FürEuchda erweitern weitere fünf ehrenamtliche THW Kräfte aus Hauenstein und Zweibrücken die Hilfeleistung für das Gesundheitsamt“, erläutert Sven Böling, Ortsbeauftragter des THW für Pirmasens. „Der Amtshilfeeinsatz ist wurde bis Ende März geplant.“

Und auch mit dieser Unterstützung, kann es im Scheitelpunkt dieser Welle, die Omikron erwarten lässt, im Gesundheitsamt dazu kommen, dass an manchen Tagen gar nicht alle Fälle erfasst werden können. Das Gesundheitsamt wird in einer solchen Situation nicht alle neu gemeldeten Fälle tagesaktuell in das System eingeben können. Damit wäre auch die Aufschlüsselung der vorliegenden Zahlen auf Orte und Kommunen in der Regel nur mit einer zeitlichen Verzögerung möglich. Erst nach Abebben der Welle würde das Gesundheitsamt dann wieder täglich die vollständigen Daten aller Fälle erfassen können.

Angesichts stark steigender Infektionszahlen wächst auch das Einsatzaufkommen für die ehrenamtlichen Helfer des THW. „Als technisch-logistische Einsatzorganisation spielt die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk eine wichtige Rolle im Kampf gegen das Virus. Unsere Kräfte sind dafür aktuell unermüdlich im Einsatz“, gibt Sven Böling einen Einblick. „Bundesweit stellen THW-Einsatzkräfte Transportkapazitäten, um Hygiene- und Schutzausstattung an die richtige Stelle zu verbringen, bauen Test- oder Impfzentren wie in Pirmasens geschehen, sowie Behelfskrankenhäuser auf.“ Ferner beraten THW-Fachleute Krisenstäbe von Bund-, Land- oder Kreisen bei technischen wie logistischen Herausforderungen und leisten Führungsunterstützung.

Ehrenamtliche

Einsatzorganisation des Bundes

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit knapp 80 000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. red./jj

  • Jetzt teilen:

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de