Gelungene Gemeinschaftsübung

Die Feuerwehren aus Neunkirchen und Schiffweiler haben gemeinsam den Ernstfall geprobt. Foto: Feuerwehr
Die Feuerwehren aus Neunkirchen und Schiffweiler haben gemeinsam den Ernstfall geprobt. Foto: Feuerwehr - (Bild 1 von 1)

Neunkirchen. Im Neubau der Globus Markthalle in Neunkirchen haben die Feuerwehren aus Neunkirchen und Schiffweiler gemeinsam erfolgreich für den Ernstfall geübt.

Gemeinsame Übungen der Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Landsweiler-Reden haben aufgrund der Ausrückegemeinschaft im Bereich der nahgelegenen B 41 sowie der Ortslage Sinnerthal zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Motivation der Ehrenamtlichen zur Zusammenarbeit ist hoch, über 50 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen waren mit neun Fahrzeugen an der Übung beteiligt.

Das Übungsszenario begann als Standardeinsatz (ausgelöste Brandmeldeanlage), erläuterte Löschbezirksführer Stefan Bock, der die Einsatzleitung innehatte.

Mit Blaulicht und Martinshorn rückten gegen 19 Uhr die ersten Einsatzfahrzeuge am Neubau der Globus Markthalle an. Dann überschlugen sich die Alarmmeldungen: Es brennt im Bereich des Müll- und Trockenlagers. In Folge eines Herzinfarkts war der Fahrer eines Müllfahrzeuges in die Müllpressen gekracht. Auslaufende Betriebsstoffe entzündeten sich. Dichter Brandrauch im Entsorgungsbereich schnitt fünf Mitarbeitern den Fluchtweg ab.

Mehrere Atemschutztrupps starteten die Suche nach den vermissten Angestellten (Mitglieder der Jugendfeuerwehr) in dem, mit Theaternebel verrauchten Anbau.

Eine Menschenrettung bei null Sicht erfordere höchste Belastbarkeit der Einsatzkräfte, verdeutlicht Einsatzleiter Bock: „Regelmäßige Übungen unter Realbedingungen sind unsere Überlebensversicherung“. Knapp 60 Kilo Ausrüstung muss ein speziell ausgerüsteter Feuerwehrangehöriger mitführen.

Durch den Einsatz hochmoderner Wärmebildkameras wurden die Vermissten im dichten Rauch schnell lokalisiert und gerettet.

Parallel zu den Kräften im Innenangriff bekämpfte ein Tanklöschfahrzeug das Feuer im Außenbereich. Hierzu wurde die 30 Meter hohe Drehleiter der Neunkircher Wehr mit einem Wasserwerfer ausgerüstet und eingesetzt. Als Wasserspender diente hierbei ein hochmodernes Großtanklöschfahrzeug, das 4 500 Litern Löschwasser, 500 Liter Löschschaumkonzentrat und 250 Kilo Löschpulver mitführt.

Die Rettung des verletzten Lkw-Fahrers gelang über Dank Rettungsplattform und Rettungsbretts schnell und patientenschonend. Er wurde dem Rettungsdienst übergeben.

Globus Geschäftsleiter Hetem Syla äußerte sich anerkennend. Zum Dank spendierte er Fleischkäse und gekühlte Getränke. red./am

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