Gehweiler. Ministerin Petra Berg hat dem Entsorgungsverband Saar (EVS) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 476904,39 Euro übergeben. Die Förderung ist ein Beitrag für den Umbau der bestehenden Teichkläranlage Gehweiler bei Wadern in eine technische BIOCOS-Anlage mit Nitrifikation, Denitrifikation und Phosphorelimination.
Ziel ist eine deutlich verbesserte Reinigungsleistung, insbesondere bei der Stickstoff- und Phosphorelimination zur Reduzierung des Nährstoffeintrags in die Wadrill.
„Viele kleinere saarländische Kläranlagen erfüllen die künftigen Anforderungen an die Nährstoffelimination nicht mehr vollständig. Der Umbau der Teichkläranlage zu einer technischen Anlage verbessert die Reinigungsleistung deutlich und reduziert den Nährstoffeintrag in die Gewässer“, sagt Ministerien Berg. „Investitionen in leistungsfähige Abwassersysteme sind zugleich Investitionen in Umwelt-, Gewässer- und Klimaschutz. Das Land und der EVS arbeiten gemeinsam an dem Ziel, die Gewässergüte im Saarland dauerhaft zu verbessern und die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen.“
Der EVS betreibt seit Mitte 2007 im Waderner Ortsteil Gehweiler eine Teichkläranlage, in der die Abwässer der Ortsteile Gehweiler und Wadrill mechanisch-biologisch gereinigt werden. Die für 2200 Einwohnerwerte ausgelegte Anlage besteht aus zwei belüfteten Teichen und einem nachgeschalteten Schönungsteich.
Im Rahmen der Umsetzung des dritten Bewirtschaftungszyklus der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist gemäß dem Maßnahmenplan des Landes unter anderem der Neubau der Kläranlage Gehweiler vorgesehen. Wesentliche Bestandteile der neuen Kläranlage sind eine Rechenanlage, ein Sandfang, ein BIOCOS-Becken, eine Phosphor-Fällmittelstation, ein Funktionsgebäude und ein Schlammstapelbehälter.
Die Kosten für den Neubau der Kläranlage Gehweiler belaufen sich auf rund 9,1 Millionen Euro. Die Zuwendung des Landes beträgt 476904,39 Euro und wird im Rahmen der „Aktion Wasserzeichen“ gefördert. red./hr








