Füchse in stetiger Todesangst

Warndt. Nach Anklageerhebung gegen Betreiber der Schliefenanlage in Lemgo, hat PETA Deutschland nun auch die Verantwortlichen der Schliefenanlage im saarländischen Warndt angezeigt. Grund sind Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

Die Tierrechtsorganisation fordert eine Schließung der Anlage sowie die Beschlagnahmung der eingesperrten Füchse. „Wie in den rund 100 anderen Schliefenanlagen in Deutschland werden Füchse dort immer wieder aufs Neue in unterirdische Tunnel getrieben. Dort versetzen Hunde, die für die Baujagd scharfgemacht werden sollen, sie in Todesangst. Dabei stellt es das Tierschutzgesetz unter Strafe, einem Wirbeltier länger anhaltende oder sich wiederholende Leiden zuzufügen“, erläutert Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA.

Die Tierrechtsorganisation hat neben der Anlage im Warndt weitere 19 Betreiber im ganzen Bundesgebiet angezeigt, um auf die massiven und andauernden Qualen der Füchse in Schliefenanlagen aufmerksam zu machen. Die Betriebe verstoßen nach Auffassung der Organisation grundsätzlich gegen Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes sowie die einschlägigen Strafrechts- und Ordnungswidrigkeits-Regelungen. Ein Verbot der Tunnelsysteme für die Tierschützer überfällig: In angrenzenden Käfigen werden dort Füchse gefangen gehalten, um Hunde für die Baujagd ­abzurichten.

Aufgrund der Faktenlage ist die Fuchsjagd in Luxemburg bereits seit April 2015 verboten. Ein solches Verbot sei in Deutschland längst überfällig – daher hat PETA eine entsprechende Petition ins Leben gerufen.red./dos

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