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Forschertage am HWG

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Foto: Schule - (Bild 1 von 1)

Wadern. Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2026. Zwölf junge Forscher machen sich von Wadern aus auf den Weg, die Tiefen des Alls zu erkunden. Wer träumt nicht davon, in unbekannte Welten vorzustoßen. Für 12 Schülerinnen und Schüler des Hochwald-Gymnasiums Wadern und der umliegenden Grundschulen wurde dieser Traum jetzt wahr. An acht Projekttagen kamen sie zusammen, um sich dem Thema Weltall zu widmen. Vorgeschlagen als Teilnehmer zu den „Forschertagen“ wurden sie von ihren Lehrerinnen und Lehren. Es handelt sich dabei um ein Begabtenförderprojekt, mit dem besonders motivierte und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden soll.

Am letzten Projekttag stellten die Teilnehmer ihren Eltern die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Besonders anschaulich demonstrierten sie z.B. die unendlichen Weiten des Weltalls, indem sie die Entfernungen der Himmelskörper in unserem Sonnensystem maßstabsgetreu auf eine Toilettenpapierrolle übertrugen und diese im Klassenraum ausrollten. So bekamen die Zuschauer eine Ahnung von den Entfernungen, um die es geht. Außerdem trugen sie Steckbriefe zu den Himmelskörpern des Sonnensystems vor.

Auch als Filmproduzenten haben sich die HWG-Forscher betätigt. An I-Pads erstellten sie Filme zu den Themen „Die erste Mondlandung“, „Raketen und Raumfähren“, „Weltraumspaziergänge“ und „Matthias Maurer auf der ISS“. Die zuvor gesuchten Informationen zu den Themen wurden mit Bildern, Hintergrundmusik, Texten und gesprochenen Kommentaren zu Dokumentarfilmen verarbeitet, die den Eltern vorgeführt wurden. Weitere Themen der Forschertage waren Kometen, Meteoriden, Asteroiden und andere Himmelskörper. Auch mit dem Mond sowie der Entstehung einer Mondfinsternis beschäftigten sich die Jungforscher. Sie zeigten auch die Entstehung einer Sonnenfinsternis und erklären anschaulich die Urknalltheorie zur Entstehung des Universums.

Neben den inhaltlichen Themen ging es bei dem Projekt auch um die Vermittlung methodischer Fähigkeiten wie Auswertung von Texten, Anwendung verschiedener Sozialformen sowie Präsentation von Arbeitsergebnissen. Den letzten Aspekt konnten die Teilnehmer dann auch mit ihren Eltern, denen sie die Ergebnisse vorstellten, gleich in die Tat umsetzen. Dabei war ihnen der Spaß an der Sache deutlich anzumerken. Mit großer Begeisterung vermittelten sie ihren Eltern einen Eindruck von dem, was sie zuvor erarbeitet hatten, und präsentierten auch ihre Projektmappen mit den Ergebnissen. Großes Lob für das Engagement der Teilnehmer gab es von den Projektlehrern Dr. Heike Uhlmann-Schiffler und Edwin Didas, die die Forschertage am Hochwald-Gymnasium organisieren. Neben dem Lob bekamen am Ende alle noch ein Teilnehmerzertifikat, das sie an die Projekttage zum Thema Weltall erinnern soll.

 

Hintergrund: Die Idee zu den Forschertagen am Hochwald-Gymnasium ist in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle Hochbegabung Saarland, BHB, entstanden. In jedem Schuljahr gibt es zwei Projektphasen, die jeweils unter einem besonderen Rahmenthema stehen. Über einen Zeitraum von zwei Monaten wird einmal in der Woche ein Projekttag durchgeführt und am Ende werden die Ergebnisse der Projektarbeit vorgestellt. Das Hochwald-Gymnasium arbeitet bei diesem Projekt mit den umliegenden Grundschulen zusammen. Am jetzigen Durchgang nahmen Kinder aus den Grundschulen Lockweiler, Nunkirchen, Wadrill-Steinberg und Nonnweiler teil.

 

Unser Leserreporter Edwin Didas aus Nohfelden

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