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Flaggentag der „Mavors of Peace“

Saarwellingen. Am Flaggentag erinnern die „Mayors for ­Peace“(Bürgermeister für Frieden) an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996: Man stellte fest, dass die Androhung bzw. der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Außerdem bestehe eine völkerrechtliche Verpflichtung Verhandlungen zur nuklearen Abrüstung zu führen.

Am 8. Juli setzen seitdem Bürgermeister vor ihren Rathäusern ein Zeichen für eine Welt ohne Atomwaffen. Bundesweit beteiligen sich zahlreiche Städte am Flaggentag. Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace appellieren die Bürgermeister an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. Saarwellingen macht in diesem Jahr zum ersten Mal mit. Das FriedensNetz Saar und seine Kooperationspartner unterstützen die Aktion mit einem Infostand sowie Redebeiträgen von 17 bis 18 Uhr vor dem Rathaus, wenn die Friedensflagge hochgezogen wird. Alle Interessenten sind herzlich dazu eingeladen, mit dabei zu sein.

Atomwaffen sind neben dem Klimawandel die größte Bedrohung der Menschheit. Die vorhandenen rund 12 700 Nuklearwaffen sind in der Lage, alles Leben auf dieser Erde zu zerstören. Friedensforscher warnen derzeit, dass ein neuer nuklearer Rüstungswettlauf droht. Mayors for Peace unterstützt den Atomwaffenverbotsvertrag als einen Weg, um Global Zero – eine Welt ohne Atomwaffen – zu erreichen. „Der Albtraum der nuklearen Bedrohung muss ein Ende haben!“ so Waltraud Andruet, Sprecherin des FriedensNetz Saar. „Im Saarland gibt es fünf Kommunen, die dem Bündnis angehören. Wir würden es begrüßen, wenn sich weitere Städte und Gemeinden dem Bündnis anschließen ­würden“.red./jb

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