Flachdachanbau wird komplett saniert

So wird der Flachdachanbau geplant. Foto: Omlor
So wird der Flachdachanbau geplant. Foto: Omlor - (Bild 1 von 1)

Homburg. Der Saarpfalz-Kreis wird als Schulträger den Flachdachanbau des Saarpfalz-Gymnasiums in Homburg sanieren. Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (ERFE) gefördert.

Ursprünglich sollte im Rahmen der Neubaumaßnahme der Mensa am Saarpfalz-Gymnasium der eingeschossige Flachdachanbau, welcher sich hofseitig an den Mittelbau anschließt, abgerissen werden. Doch es stellte sich heraus, dass der Wegfall der darin befindlichen Unterrichtsräume auch im Hinblick auf die Vierzügigkeit des Gymnasiums nur temporär kompensiert werden könne. Da auch die Baufläche des Schulstandortes erschöpft ist, hat das Technische Immobilienmanagement auf Bitten der Schulleitung die Bausubstanz des Flachdachanbaus auf Wiederherstellung intensiv geprüft.

Das Ergebnis: Es lohnt sich, den Gebäudeteil durch Sanierung zu erhalten.

Nach einem größeren Wasserschaden Anfang des Jahres 2020, durch den sich ein Teil der Deckenkonstruktion im Mädchen-WC des Flachdachanbaus gelöst hatte, wurden mehrere Bauteile vom Technischen Immobilienmanagement des Saarpfalz-Kreises geöffnet, um die Ursache zu lokalisieren. Hierbei wurde festgestellt, dass bei einer früheren Sanierung über dem ursprünglichen Flachdach ein zweites Flachdach aufgebracht wurde und beide Dächer im Anbindungsbereich zum Mittelbau hin undicht sind. Aufgrund der nicht mehr zu gewährleistenden Tragfähigkeit der Dachkonstruktion mussten zwei der drei Klassensäle sowie die WC-Anlage für den Schulbetrieb gesperrt werden.

Die umfänglichen Planungen des Technischen Immobilienmanagement für die Sanierung sind nun abgeschlossen. Das Gebäude wird demnach innen in den Rohbauzustand zurückversetzt und kernsaniert, die Außenhülle wird energetisch saniert, d.h. Dach, Fassade und Fenster werden erneuert. Der Rückbau soll ab Februar erfolgen, für den März sind die Zimmermanns- und Dachdeckerarbeiten geplant. Mit dem Wiederbezug der drei Klassenräume wird zu Beginn des neuen Schuljahres 2022/23 gerechnet.

Landrat Dr. Theophil Gallo: „Wir haben an unseren Schulen einen Investitionsstau von rund 100 Millionen Euro. Unabhängig davon, wie hoch die Investitionen hie oder da ausfallen, ausfallen müssen, um sprichwörtlich das Mosaik zu komplettieren: Ich bin sehr froh, dass wir dieses Bauprojekt nun mit Fördermitteln angehen können, um beim Thema Raumnot hier Abhilfe schaffen zu können.“

Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

Die Kosten belaufen sich auf rund 500 000 Euro. Im Wege der Projektförderung als Anteilsfinanzierung aus Mitteln des Operationellen Programms ERFE Saarland im Ziel „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ 2014 – 2020 hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr eine Zuwendung in Höhe von 8 88 59,68 Euro bewilligt. red./jj

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