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Fechtsport-Tradition in Zweibrücken

Bildunterschrift: Cem Schneider in Aktion (links).Foto Petri
Cem Schneider in Aktion (links).Foto Petri - (Bild 1 von 1)

Zweibrücken. Seit 1926 gibt es „100 Jahre Fechten in Zweibrücken“. In der neuen Wettkampfsaison 2026/2027 duellieren sich mit dem Florett und Degen in der Ignaz-Roth-Sporthalle die Jugendlichen ab 10 Uhr U 9, U 11, U 13, U 15 und U 17 um die „Silberne Rose“, Medaillen, Urkunden und Sachpreise.

Die Traditionsveranstaltung wird zu Ehren des langjährigen VTZ-Abteilungsleiters und Trainers Heinrich Petri durchgeführt, der 1933 beruflich nach Zweibrücken kam. Als Abteilungsleiter und Trainer war der Lauterer zuvor bei der TSG Kaiserslautern tätig. Als am 22.12.1977 Heinrich Petri, der jahrzehntelang die Fechtabteilung geleitet hatte, im Alter von 72 Jahren verstarb, übernahm sein Sohn Volker, der schon seit 1964 als Trainer tätig war, die Abteilung, die er bis zum heutigen Tag führt.

Auch die 47. Veranstaltung in der Zweibrücker Ignaz-Roth-Sporthalle ist wie bisher als Ranglistenturnier des Südwestdeutschen Fechtverbandes (SWFV) und Fechterbund Saar gelistet. Spannende Gefechte sind in verschiedenen Altersklassen zu erwarten. Dabei werden Punkte für die ausstehenden Deutschen Meisterschaften 2027 vergeben. Dieses Jahr 2026 vertraten sechs VTZ-Sportfechter in den verschiedenen Altersklassen U 13, U 15 und Senioren im Einzel- und Team-Wettbewerb die Farben vom Verband und Zweibrücken bei sechs Deutschen Meisterschaften in Bielefeld, Berlin, Buchholz und Lübeck. Bei den starken Teilnehmern unbeschränkter Anzahl aus dem In- und Ausland wird es nicht leicht werden für die VTZ-Klingenathleten, die ersten Punkte auf ihr Konto zu buchen.

Das Memoriam-Turnier von Zweibrücken ist auch im internationalen Wettkampfkalender des Deutschen Fechter-Bundes (DFB) gelistet.

Unter den gleichzeitigen Turnieren am Wochenende in Hamburg GER HH, Oberndorf GER WÜ, Split CRO, Tashkent UZB, Bari ITA, Zweibrücken GER SW, Berlin GER BE, Frankfurt GER HE, Greifwald GER MV sind die Einladungen und Ausschreibungen für die Trainer, Eltern und Jugendlichen eine wichtige Information und Werbeträger für die Stadt und den Verband.

Nur dank der Helfer überhaupt möglich

Nur dank der ehrenamtlichen Helfer der Fechtabteilung, Abteilungsmitglieder, Nichtmitglieder, Eltern, Jugendliche und Erwachsene, die ab Freitag beim Aufbau und Sonntag beim Abbau und der Installation der Fechtbahnen und elektronischen Melder für die Trefferanzeigen mit Zeitablauf helfen, ist das Turnier über drei Tage zu bewältigen. Das TD, Technisches Direktorium, Computer-Wettkampfbüro, An- und Abmeldung der Fechtpässe, Materialkontrolle, Florett, Degen, Maske, Anzug, Unterziehweste, Brustschutz, Handschuh, Metallweste. Einteilung der Kampfrichter nach den internationalen Richtlinien zu jurieren, sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Der Austragungsmodus wird in Runden „Jeder gegen jeden“ einschließlich der 6er-Finalrunde ausgefochten.

Aus dem besonderen Anlass 1926 – 2026, 100 Jahre Fechtsport, gibt es exklusiv für die drei Bestplatzierten jedes Wettbewerbes in den 14 Altersgruppen hochwertige Medaillen, Gold, Silber, Bronze zu gewinnen, dank der finanziellen Unterstützung der Sparkasse Südwestpfalz.

Ehrenpreis: „Die Silberne Rose“

Ein weiterer Höhepunkt für die männlichen Akteure sind Treffer zu setzen, keine zuzulassen, um den Ehrenpreis, die „Silberne Rose“ des Oberbürgermeisters Marold Wosnitza der Stadt Zweibrücken, für den besten Fechter des gesamten Turniers überreicht zu bekommen.

Heiße Gefechte sind für die Zweibrücker Musketiere beim diesjährigen Turnier zu erwarten. Nach den Sommerferien sind die meisten VTZ-Jugendlichen altersbedingt in den höheren Jahrgang und die höheren Altersklassen aufgestiegen.

Am Samstag ab 10 Uhr hört man das Klingengeräusch und Piepsen der Trefferanzeigen im Damen- und Herren-Degen-Wettbewerb der Altersklasse U 17, Jahrgang (2010 – 2013).

Hier stehen sich die Konkurrenten besonders aus dem Saarland, Homburg, Fechterring Hochwald, Saarbrücken und den Südwestfechtern von Friesenheim, Maxdorf, Mainz-Gonsenheim, Bad Dürkheim und Frankenthal gegenüber. 750 Gramm Spitzendruck ist mit der Stoßwaffe notwendig, um den gegnerischen Körper vom Scheitel bis zur Sohle zu treffen.

U-15 Fechtwettbewerbe

Zu den ersten Florett-Duellen treffen sich um 12.30 Uhr die Damen- und Herren-Altersklasse U 15, Jahrgang (2012 bis 2015), mit dem 500-Gramm-Spitzendruck, Treffer auf den Oberkörper der begrenzten Metallweste zu setzen. Die gelernten Lektionen am Montag und Mittwoch im Training sind für die VTZ-Mädels Mia Eve Paul, Emma Rossbach, Annika Becker anzusetzen, um die Mädels von Kaiserslautern in Schach zu halten. Johann Knauft sollte ebenfalls in der Finalrunde mit Fechtern von Kaiserslautern, Frankenthal, Landau und Speyer eine Medaille anpeilen.

Nachfolgend wird auf den Fechtbahnen um 13.30 Uhr aufgerufen, um pünktlich um 14 Uhr den Degenwettbewerb für die U 15-Altersklasse Damen und Herren zu starten. Zu den starken U 15-Degenkämpfen aus den Hochburgen wird auch der Zweibrücker Lokalmatador Cem Schneider von der VTZ nicht nur bei der U 17, sondern auch bei der U 15 auf der Planche stehen. Es wird für Cem nicht leicht, der noch vor den Sommerferien bei der U 13 ausgezeichnete Erfolge ablieferte und auch zum Abschluss des ersten Wettkampftages erfolgreich in der Finalrunde zu sein.

Am zweiten Wettkampftag dominierten die weiteren U 17-, U 13-, U 11- und U 9-Gefechte mit dem Florett in der Ignaz-Roth-Sporthalle. Bei den U 17-Duellen der Damen- und Herren-Altersklasse werden um 10.00 Uhr die ersten Vorrunden mit den Zweibrücker Doppelstartern Mia Eve Paul, Emma Rossbach, Johann Knauft und U 17-Fechter Jannis Euskirchen aufgerufen.

Es wird sich zeigen, welcher der Vereine, Kaiserslautern, Mainz-Gonsenheim, Speyer und Zweibrücken, die beste Trefferausbeute zum Sieg erzielt. Der Austragungsmodus „Jeder gegen jeden“ fand schon seit 46 Jahren bei allen Beteiligten, Trainern, Betreuern und Eltern großen Zuspruch, um nicht gleich nach der Vorrunde im anschließenden K.-o.-Kampf die Waffen einpacken zu müssen.

Besonders bei der Jahrgangsgruppe U 13 bis U 9 ab 11.00 Uhr am Sonntag wird der Florett-Wettbewerb der U 13 weiblich und männlich (2014 – 2015) aufgerufen. Hier startet der bisherige U 11-VTZ-Fechter Erik Lemmen erstmalig mit der großen 90-cm- statt 78-cm-Klinge bei einem Turnier. Auch Mara Rossbach und Marie Stelzer haben die Gelegenheit, erstmalig mit dem 12 cm längeren Florett auf der Fechtbahn zu stehen.

Die VTZ-Miniflorett-Akteure U 11 der Wettkampfjahrgänge (2016 – 2017) mit Bruno Lübcke, Olivia Motzkuss, Matilda Neininger, Jakob Schäfer und Josephine Schlachter hoffen auf eine große Trefferausbeute.

Die jüngsten VTZ-Jugendlichen, zugelassene U 9-Teilnehmer (2018 bis 2019), bestreiten in einem Turnierwettkampf vor heimischem Publikum mit hoffentlich großem Anhang Malte Wrobel aus Großbundenbach.

Zusätzlich werden nach bestandener Turnierreifeprüfung in Kaiserslautern am 05. September 2026 unter SWFV-Sportwart Fabian Nillius Mainz-Gonsenheim die VTZ-Prüflinge Felix Becker, Luise Ochsmann, beide U 9, und Nora Hempel und Tom Ruffing, beide U 11, am Sonntag bei ihrer ersten Turnier-Atmosphäre mitmischen. Es werden für die beiden Tage 100 Teilnehmer erwartet. Kontaktperson Volker Petri. Meldungen für das H.-Petri-Turnier werden bis zum 7. September, 21 Uhr, berücksichtigt.

Bei freiem Eintritt haben Fechtsportinteressierte, Jugendliche und Erwachsene die Gelegenheit, direkt das Kampfgeschehen neben den Bahnen zu verfolgen.

red./wj

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