„Fairteiler-Schrank“ offiziell eingeweiht

Im „Fairteiler-Schrank“ werden gerettete Lebensmittel zur Nutzung bereitgestellt. Foto: Wirth
Im „Fairteiler-Schrank“ werden gerettete Lebensmittel zur Nutzung bereitgestellt. Foto: Wirth - (Bild 1 von 1)

Hassel. Nachdem der „Fairteiler-Schrank“ Ende März aufgebaut war (wir berichteten), wurde er im Rahmen einer kleinen Feier seiner offiziellen Bestimmung übergeben. Botschafter von foodsharing.de Thomas Debrand konnte zahlreiche fleißige Lebensmittelretter ebenso begrüßen wie Vertreter aus Politik und Hasseler Vereinen.

Auf Initiative von Lebensmittelretterin Sandra Labudda wurde recht zügig ein geeigneter Platz für den Schrank gefunden. So konnten fleißige Helfer den Schrank neben dem Eingang der evangelischen Kirche aufbauen. Die Kinder der Kita „Sonnenblume“ haben den Schrank zudem mit „Gummistiefel-Blumentöpfen“ sehr schön gestaltet.

Bei Pfarrerin Annemarie Pachel und dem Presbyterium der evangelischen Kirche fand die Idee großen Anklang. Pfarrerin Annemarie Pachel sagte in ihrem Grußwort, dass es im Sinne der Schöpfungsgeschichte heute so wichtig sei, die Erde zu bewahren. Als Vertreter des Saarpfalz-Kreises betonte der Kreisbeigeordnete Markus Schaller die tolle Sache, Lebensmittel vor der Tonne zu retten und fair zu verteilen. Der Kreis unterstützt die gute Sache, denn mit Blieskastel und St. Ingbert als zwei der ersten foodsharing-Städte weltweit erfuhr die Biosphäre durch die Rettung und von Lebensmitteln vor der Tonne und deren Verteilung nochmal eine Aufwertung.

Umweltminister Reinhold Jost konnte nicht persönlich anwesend sein, unterstützt aber die tolle Sache mit einem Geldbetrag von 250 Euro. Denn in absehbarer Zeit soll auch ein Kühlschrank für Lebensmittel angeschafft werden. Auch Ortsvorsteher Markus Hauck forderte die Anwesenden auf, für food­sharing zu werben und fleißig zuzugreifen.

Der Standort bietet eine gewisse Anonymität und steht zum anderen vor der Sonne geschützt. Die Vorsitzende der Grünen Saar, Uta Sullenberger, fand ebenfalls lobende Worte für den Fairteiler-Schrank und betonte, dass auch sie schon in ihrer Studienzeit Lebensmittel vor der Tonne gerettet hat und als Lehrerin ihren Schülern immer wieder zeigt, wie wichtig es ist, mit den Ressourcen sorgsam umzugehen.

Thomas Debrand sagte auch, dass man nicht nur Lebensmittel retten darf, sondern, wer etwas übrig hat, das noch haltbar und essbar, zu schade aber zum Wegwerfen ist, kann das gerne in dem Fairteiler-Schrank deponieren. Ein anderer freue sich bestimmt darüber.

Und für diese kleine Einweihungsfeier hatten die Lebensmittelretter schon viel gerettet. Neben zahlreichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Salate, Milch und Backwaren konnte man auch Blumen retten.wir

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