„Es hätte uns auch treffen können“

Das Hochwasserpumpwerk ist Teil der Schutzmaßnahmen in Merzig. 
 Foto: Stadt Merzig
Das Hochwasserpumpwerk ist Teil der Schutzmaßnahmen in Merzig. Foto: Stadt Merzig - (Bild 1 von 1)

Merzig. Erschüttert von den katastrophalen Überschwemmungen in vielen Teilen Deutschlands und in Nachbarstaaten zeigt sich der Merziger Bürgermeister Marcus Hoffeld: „In Merzig und im gesamten Saarland haben wir Glück gehabt, dass wir von diesem enormen Starkregenereignis verschont geblieben sind – es hätte auch uns treffen können“.

Erst vor wenigen Wochen hat die Kreisstadt ein Hochwasserschutzkonzept für die gesamte Stadt in Auftrag gegeben, das gemeinsam mit dem Landesamt für Umweltschutz erarbeitet wird.

Neben der Untersuchung der topografischen Situation und der Erstellung eines Maßnahmenkataloges werden im Laufe der nächsten Monate auch Termine mit Hilfsorganisationen stattfinden, um Verbesserungen im Bereich des Hochwasserschutzes in allen Stadtteilen zu erzielen. Dabei werden auch die aus dem aktuellen Unwetter gewonnenen Erkenntnisse in dieses Konzept mit einfließen.

Vier Mitarbeiter der Kreisstadt Merzig arbeiten im Hochwasserschutz und der Gewässerunterhaltung, um Vorsorge für mögliche Starkregenereignisse zu leisten.

Neben zahlreichen Aufgaben im Bereich des Hochwasserschutzes unterhalten diese unter anderem die Deichanlage in Schwemlingen sowie Besseringen, sind verantwortlich für das Pumpwerk und kümmern sich um Bachläufe in einer Länge von insgesamt rund 83 Kilometern.

„Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen auch zukünftig Hochwasserereignisse und Überflutungen wohl nicht vermeiden lassen, in keiner Region, auch wenn wir uns alle das Gegenteil wünschen“, so Hoffeld.

Sein Dank gilt Feuerwehren und Hilfskräften, die sich für die Allgemeinheit einsetzen, wenn Hilfe benötigt wird.

Einige Hilfskräfte und weitere Ehrenamtliche aus Merzig leisten aktive Hilfe in den betroffenen Gebieten.

Die Kreisstadt Merzig steht in engem Kontakt mit Verantwortlichen in der sehr stark betroffenen Region Bad Neuenahr-Ahrweiler. Welche Hilfe dort nach den Aufräumarbeiten weiterhin benötigt wird in enger Abstimmung geklärt.

Auch jeder einzelne könne mit einer Geldspende auf eines der Spendenkonten die betroffenen Menschen unterstützen, appelliert Hoffeld. red./am

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