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Erster Einsatz bereits erfolgt

Saarbrücken. Das Saarland hat erfolgreich mit der automatischen Standortübermittlung bei Notrufen über die 110 den Live-Betrieb gestartet. Innenminister Reinhold Jost betonte die Verbesserung der Notruf-Infrastruktur als bedeutenden Schritt zu schnelleren Hilfsleistungen. Die AML-Technologie ermöglicht eine genaue Standortbestimmung von Anrufern in Notsituationen, was sich sofort in einem realen Einsatz bewährte: Ein Anrufer konnte nach dem Abbruch des Gesprächs schnell lokalisiert werden. Der Start folgte umgehend nach der Schaffung der gesetzlichen Grundlage durch den Landtag, wobei die Landespolizeidirektion, die Führungs- und Lagezentrale sowie Fachabteilungen zusammenarbeiteten. Minister Jost dankte allen Beteiligten für ihre Unterstützung, insbesondere den Abgeordneten des Landtages, die parteiübergreifend eine schnelle Gesetzgebung ermöglichten. Sein Dank richtete sich auch an die technischen Fach­abteilungen und die Polizei, die die Umsetzung engagiert ­begleiteten.

„Ohne das gemeinsame Handeln aller Beteiligten wäre dieser schnelle Start nicht möglich gewesen“, betonte der Minister.

AML (Advanced Mobile Location) übermittelt bei Notrufen den Standort des Anrufers mithilfe von GPS, WLAN und Mobilfunkdaten, ohne dass der Anrufende aktiv werden muss. Diese Methode bietet eine präzisere Lokalisierung als frühere Ansätze. Die Daten sind zeitlich begrenzt, gesichert und werden nach 60 Minuten gelöscht.

Der Start im Saarland ist Teil eines bundesweiten Pilot­projekts, das zentral von der Koordinierungsstelle in Baden-Württemberg gesteuert wird. red./jb

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