Erste WSDS-Siegerin gekürt

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Wattweiler. Die Premiere von Wattweiler sucht die Startomate (WSDS) am Sonntag, 12. September 2022, war ein voller Erfolg. Mit rund 20 verschiedenen Tomatensorten traten die sieben Teilnehmenden an – darunter die ein oder andere exotische Art. Am Ende gingen die Kategorien-Preise sowie der begehrte WSDS-Pokal an vier verschiedene Tomatenfans.

Anfang des Jahres hatte der Obstbauverein Wattweiler dazu aufgerufen, die schönsten, größten und geschmackvollsten Tomaten zu züchten, um damit bei der ersten Ausgabe von WSDS an den Start zu gehen. Am vergangenen Sonntag war es schließlich soweit: Die sieben Kandidatinnen und Kandidaten übergaben ihre Ernte der „Experten-Jury“ um die Obstbauverein-Mitglieder Svenja und Andreas Attinger sowie Benjamin Fernau.

Mit kritischem Blick und feinem Geschmackssinn nahm die Jury die zahlreichen verschiedenen Tomatensorten in den Kategorien Geschmack, Aussehen und Gewicht unter die Lupe und verteilte jeweils bis zu zehn Punkte. Die Teilnehmenden durften je Kategorie mit einer Tomate antreten – und wussten dabei mit besonderen Sorten zu überraschen. So überreichten Sie der Jury etwa eine Zebratomate, eine Eiertomate, ein rotes Birnchen, eine schwarze Russische Tomate, eine Rote Ochsentomate aus Kasachstan, eine Black-Cherry-Tomate, eine Midnight-Select-Tomate, das Harzfeuer, die Peruanische Wildtomate, den Weißen Pfirsich, die Russische Fleischtomate, die Ananastomate oder die Carotintomate.

Begeistert zeigte sich die Jury vor allem von der Weißen Pfirsich-Tomate, die mit ihrer leicht pelzigen Haut und einem fruchtigen, pfirsichähnlichen Geschmack ihrem Namen gerecht wurde. Oder der Japanischen Trüffeltomate, die entsprechend erdig und pilzig schmeckte. Den Sieg in der Kategorie Geschmack errang letztlich aber Kirsten Nagel mit ihrer Peruanischen Wildtomate. Optisch an Johannisbeeren erinnernd, überzeugte die Mini-Tomate mit einem extrem intensiven und außergewöhnlichen Tomatengeschmack. Die Jury reckte zweimal 9 Punkte und einmal die Höchstpunktzahl von 10 in die Höhe. Beim Gewicht hatte Viktor Schulz mit einer 495-Gramm schweren russischen Fleischtomate die Nase vorne. Und den Sieg in der Kategorie „Aussehen“ konnte Roland Loch mit seiner skurril aussehenden Reisetomate (28 Punkte) erringen. Alle drei durften sich über ein Obstbauverein-T-Shirt freuen.

Der begehrte WSDS-Pokal ging letztlich an Angela Brünisholz, die mit einer Ananastomate (Gewicht: 430 Gramm), einer Zebratomate (Aussehen: 27 Punkte) und einem roten Birnchen (Geschmack: 23 Punkte) in allen Kategorien hohe Punktzahlen erreichen und somit den Gesamtsieg für sich verbuchen konnte. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, sagte die Gewinnerin am Ende voller Freude. Sie ist gewillt, im kommenden Jahr ihren Titel zu verteidigen und damit den Wanderpokal weiterhin bei sich zu behalten. Den Pokal ließ der Verein im Vorfeld in einer Zweibrücker 3D-Druckerei produzieren.

Roland Loch, Vorstandsvorsitzender des Obstbauvereins Wattweiler, zeigte sich sehr zufrieden mit der Premiere von WSDS. „Wir möchten mit solchen neuen Formaten unser Angebot weiterhin attraktiv gestalten und hoffen natürlich, damit auch den Einen oder die Andere anzusprechen. Ich denke, das ist uns heute gelungen“, so Loch. Für das kommende Jahr kündigte er bereits eine zweite Staffel von WSDS an. „Möglicherweise finden sich ja dann noch mehr Tomatenfans, die sich unserer Jury stellen.“

Unser Leserreporter Andreas Attinger aus Zweibrücken

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