Saarbrücken. In den vergangenen Tagen verzeichnete die Landespolizeidirektion erneut zahlreiche Fälle von Schockanrufen. Neben Versuchstaten im zweistelligen Bereich, kam es in drei Fällen jeweils zu einer Geldübergabe. Die Polizei warnt daher erneut vor der Betrugsmasche "Schockanrufe" und gibt Präventionshinweise.
Derzeit stellt die Landespolizeidirektion wieder vermehrt sogenannte "Schockanrufe" fest. Hierbei geben sich Betrüger am Telefon als vermeintlich enge Verwandte (Kinder oder Enkelkinder) oder Polizeibeamte aus und täuschen eine entsprechende Notsituation wie beispielsweise einen schlimmen Verkehrsunfall mit schwer verletzten oder getöteten Personen vor. Der Unfallverursacher soll angeblich ein enger Verwandter des Angerufenen sein.
Damit der Angehörige nicht sofort verhaftet wird, verlangen die Betrüger am Telefon eine Kaution, welche dann von Geldboten (meist falschen Polizeibeamten) an der Haustür oder an neutralen Orten abgeholt wird.
In den Landkreisen Saarlouis und St. Wendel wurde alleine am gestrigen Donnerstag in drei Fällen von den Angerufenen Bargeld an einen Boten übergeben.
Die Geldübergabe erfolgte in allen Fällen an der jeweiligen Haustür der Geschädigten.
Die übergebenen Geldbeträge lagen hierbei im mindestens niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich. Darüber hinaus wurden allein seit vergangenen Mittwoch, 30. September, mehr als 20 Versuchstaten mit gleichem Modus Operandi registriert. Die Geschädigten waren in allen Fällen Herren im Alter von 73 bis 87 Jahren.
In diesem Zusammenhang warnt die Landespolizeidirektion des Saarlandes erneut vor solch betrügerischen Anrufen und bittet darum, auch Angehörige im direkten privaten Umfeld für den Phänomenbereich der Schockanrufe zu sensibilisieren. red./jb


