Elm-Sprengen. Gemeinsamer Einsatz für die Mahnung zum Frieden: Das war die Motivation der 30-köpfigen Gruppe, die einen Tag lang auf der Kriegsgräberstätte Elm-Sprengen in Schwalbach arbeitete. Das Workcamp war das erste dieser Art und wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK), Landesverband Saar, in Kooperation mit dem Landesamt für Soziales und der Gemeinde Schwalbach organisiert.
Die Aufgaben reichten von Grabplatten reinigen und teilweise austauschen über Unkraut entfernen bis hin zur Bepflanzung. Auf der Kriegsgräberstätte im Wald arbeitet regulär die Firma Cebis aus Merzig, die vom Landesamt für Soziales beauftragt wird. Sie ist mit über 1 000 Kriegstoten eine der größten Anlagen im Saarland.
Die Teilnehmer kamen aus dem ganzen Saarland und teilweise aus Rheinland-Pfalz. Es waren Reservisten dabei und Angehörige der Luftlandepionierkompa-nie 260, der Patenkompanie von Schwalbach, sowie der 7. Kompanie Fallschirmjägerregiment 26 aus Zweibrücken.
Aber auch einige Einzelpersonen oder kleine Gruppierungen, wie der Förderverein für Denkmalpflege und Heimatkunde Schwalbach e. V., hatten sich angemeldet. Sie alle wollten sich nachhaltig für den Frieden und für die Erinnerung an die Weltkriege und die vielen Kriegsschicksale einsetzen. Zu Beginn des Arbeitseinsatzes begrüßten der Bürgermeister von Schwalbach, Markus Weber, und der Landesgeschäftsführer des Volksbundes, Carsten Baus, die Anwesenden und bedankten sich für das herausragende Engagement. Sandra Quinten, Kreisbeigeordnete und Mitglied des Landtages, sowie David Maaß, Erster Beigeordneter von Schwalbach und ebenfalls Landtagsabgeordneter, waren auch gekommen, bedankten sich herzlich und packten mit an. Sandra Quinten überreichte einen Scheck des Landkreises Saarlouis. Am Nachmittag wurde zum Abschluss das Totengedenken verlesen und ein Kranz niedergelegt. Bei der Gedenkzeremonie waren der stellvertretende Kommandeur Landeskommando Saarland, Oberstleutnant Pohl, die Kompaniechefin der Luftlandepionierkompanie 260, Major Mergens, und der Landesvorsitzende des Reservistenverbandes, Oberstleutnant d. R. Wurzer, anwesend.
Alban Dörr von der Bürgerinitiative Erinnerungsarbeit und Stolpersteine Püttlingen interpretierte mit Nathanael Dörr und Roland Schuler das Lied „Spaziergang“ von Franz Josef Degenhardt.
Es handelt von einem jungen Wehrmachtssoldaten, der im Zweiten Weltkrieg aufgrund von vermeintlicher Desertion erschossen wurde. Dieses Schicksal ereilte unter anderem auch die beiden 19-jährigen Soldaten Wilhelm Küpper und Helmut Langer, die auf der Kriegsgräberstätte Elm-Sprengen ruhen.
Der Landesverband Saar dankt allen Teilnehmern, dem Landesamt für Soziales, der Gemeinde Schwalbach und der Luftlandepionierkompanie 260 für die Unterstützung.
Ein Dank gilt auch den Förderern, ohne die die Umsetzung nicht möglich gewesen wäre: Landkreis Saarlouis, Kreissparkasse Saarlouis und Saarland-Sporttoto GmbH.
Save the date: Im Nachgang zum Workcamp findet am Freitag, 12. Juni, um 16 Uhr eine 60-90-minütige Führung über die Kriegsgräberstätte mit Informationen zur Historie Schwalbachs, zur Kriegsgräberstätte und zu den jüngsten Umbettungen statt.
Auch hierzu kann man sich gerne beim Volksbund anmelden per E-Mail saarland@volksbund.de, Tel. (0 68 31) 4 88 85 98. red./jb




