Einladung zu Verweilen und zu Interaktion

Die Repliken der Breitfurter Reiterstandbilder im Garten des Römermuseums in Schwarzenacker. Foto: Degott
Die Repliken der Breitfurter Reiterstandbilder im Garten des Römermuseums in Schwarzenacker. Foto: Degott - (Bild 1 von 1)

Breitfurt. Auf dem Terrain des Römermuseums in Schwarzenacker begrüßen zwei Reiterstandbilder aus Sandstein die Besucher. Auf der dort angebrachten kleinen Plakette erfährt der Gast, dass die sie von Josef Seiwert und Rainer Baldes 1979 im Landesmuseum Saarbrücken nachgebildet worden waren. Die Originale sind in Speyer im Historischen Museum, 140 Kilometer vom Fundort entfernt, zu sehen. Es handelt es sich bei den Plastiken tatsächlich um Zeugen römischer Geschichte im Bliestal, wurden sie doch 1887 in einem Steinbruch an der heutigen Landstraße zwischen Breitfurt und Bliesdalheim, unweit der Auffahrt zum Kirchheimer Hof entdeckt. Jetzt wollen sich die Breitfurter ihre „Schätze“ wieder ins Dorf zurückholen. Nachdem zunächst der Nachbau als 3D-Druck im Maßstab 1:2 in Kunstsein an technischen Möglichkeiten scheiterte, kam die Idee, sie neu zu interpretieren.

Sie entstand im Zuge der Vorbereitungen zur BreitArt des Kulturstammtisches Blieskastel im Rahmen 750-Jahrfeierlichkeiten von Breitfurt, geboren durch den Blieskasteler Künstler Karl-Heinz Hillen. Anstelle einer originalgetreuen Nachbildung aus Kunststein schlug er Plastiken in Originalabmessungen, 2,75 Meter hoch, vor, die allerdings stark vereinfacht aus einer Cortenstahlplatte herausgeschnitten wird. Ortsvorsteher Martin Moschel erläuterte, dass sich der Ortsrat sehr schnell mit dieser Idee und dieser Verarbeitungsart angefreundet hatte.

Standort auf Minas Eck

Die gebogene Stahlplatte wird von zwei Sandsteinblöcken gehalten und wirken optisch wie Buchstützen. Die Sandsteinblöcke sollen den Besucher zum Verweilen und die Öffnung in der Mitte Kinder wie Erwachsenen zur Interaktion mit der Statue einladen. Nach dem Willen der Ratsmitglieder soll das Vorhaben in diesem Jahr umgesetzt werden und die Skulptur in der Ortsmitte auf Minas Eck, der Einfahrt zur Bliesmühle, aufgestellt werden. red./jj

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