Saarbrücken. Die ADAC Stiftung unterstützt die saarländischen Schulen in den kommenden drei Jahren bei der Einführung von Reanimationsunterricht. An allen weiterführenden Schulen im Saarland wird künftig das Üben von Wiederbelebungsmaßnahmen bei Herz-Kreislauf-Stillständen fester Bestandteil des Unterrichts. Das hat das Ministerium für Bildung und Kultur Saarland gestern bekannt gegeben. Die ADAC Stiftung als einer von mehreren Kooperationspartnern der Landesregierung begleitet das Projekt fortlaufend mit ihrer Expertise, wirkt bei der begleitenden Evaluation mit und unterstützt zudem die Ausstattung von Schulen mit Reanimationspuppen.
Das Saarland ist nach Nordrhein-Westfalen das zweite Bundesland, mit dem die ADAC Stiftung bei der Einführung von Reanimationsunterricht kooperiert. „Wir begrüßen es sehr, dass immer mehr Bundesländer landesweit und verbindlich dafür sorgen, dass Jugendliche in der Schule lernen, einen Menschen wiederzubeleben“, sagte Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung.
Die ADAC Stiftung hat in mehreren regionalen Pilotprojekten Konzepte für Reanimationsunterricht in Schulen erprobt und setzt sich für eine Aufnahme ins Curriculum auch in anderen Bundesländern ein. Tillmann: „Reanimation ist nicht nur eine überlebenswichtige Fähigkeit, sondern auch ein Ausdruck gesellschaftlichen Zusammenhaltes. Wer im Notfall hilft, zeigt: Wir stehen füreinander ein.“
Mit dem „Monitor Reanimation“, der in Kürze für das Jahr 2025 veröffentlicht wird, beschreibt die ADAC Stiftung regelmäßig, wie gut die Chancen auf erfolgreiche Erste Hilfe bei Herz-Kreislaufstillstand sind. Der Monitor ist die einzige Studie in Deutschland, die umfassend auf die Voraussetzungen von Reanimation vor Eintreffen des Rettungsdienstes blickt. Erste Hilfe bei Herzkreislauf-Stillständen ist von entscheidender Bedeutung, weil es bereits nach drei bis fünf Minuten ohne Sauerstoffversorgung zu bleibenden Schäden im menschlichen Gehirn kommen kann. Der „Monitor Reanimation“ analysiert die systemischen Voraussetzungen für höhere Rettungsquoten und gibt Handlungsempfehlungen, wie in Deutschland die Kultur der Wiederbelebung gestärkt werden kann. red./jb





