Eine Harfe mit Geschichte

Harfenistin Maria Cleary spielt auf der Waderner Harfe. Foto: Gemeinde
Harfenistin Maria Cleary spielt auf der Waderner Harfe. Foto: Gemeinde - (Bild 1 von 1)

Wadern. Noch bis zum 20. November präsentieren die Filmfreunde Wadern und das Kulturamt der Stadt Wadern Konzertaufzeichnungen des Vereins „Konzerte in der kleinen Residenz Wadern“ auf großer Leinwand. Am Samstag, 6. November, sind ab 15 Uhr Konzertaufzeichnungen mit der historischen Cousineau-Harfe zu hören und zu sehen.

Älteste spielbare Harfe der Welt

Die Harfe im Stadtmuseum Wadern befand sich einst im Besitz der im Hochwaldraum bekannten Malerin Baronesse Octavie de Lasalle von Louisenthal, die mit ihrer Familie im 19. Jahrhundert auf Schloss Dagstuhl lebte. Die Harfe trägt die Inschrift: Cousineau, Rue de Poulies à Paris. Ihre Entstehung wird von Fachleuten auf ca. 1773 datiert. Sie gilt damit als die älteste noch spielbare Harfe der Welt.

Georges Cousineau (1733-1800) und sein Sohn Jacques-Georges (1760-1836) gehörten zu den renommiertesten Harfenbauern ihrer Zeit. Sowohl Königin Marie-Antoinette als auch später die Kaiserin Josephine bezogen ihre Harfen von Cousineau.

Drei Solistinnen: Johanna Seitz, Maria Cleary und Charlotte Nyborg, zeigen in zehn Konzerten, dass mit dieser antiken Harfe immer noch wunderschöne Musik gemacht werden kann.

Stolze 37 Jahre lang wurden unter dem Namen „Konzerte in der Kleinen Residenz Wadern“ engagiert und erfolgreich Konzerte aus den Bereichen Klassik, Jazz, Chormusik oder Chanson gegeben.

Nicht weniger engagiert zeichnete das Filmteam Wadern – ein Zusammenschluss einiger Filmbegeisterter unter der Ägide von Bernhard Lindenmayer – zahlreiche Konzerte professionell auf. Dieser Schatz soll nicht in der Schublade versinken, sondern einem breiten Publikum präsentiert werden. Eine schöne Erinnerung für alle, die dabei waren und ein Appetizer für alle, die sich auf die Live-Konzerte des Nachfolgers „Waderner Residenzkonzerte“ freuen.

Unter diesem Namen führen die Stadt Wadern und die CEB Akademie die Konzertreihe weiter, nachdem sich der Verein 2018 aufgelöst hatte.

Welcher Ort kann sich besser für diese Retrospektive eignen als das historische Kino in Wadern mit seinem einzigartigen nostalgischen Ambiente und der angemessen großen Leinwand? So haben sich die Filmfreunde der Lichtspiele Wadern mit Unterstützung der Waderner Residenzkonzerte gerne dazu bereit erklärt, diese einmaligen Konzerterlebnisse wieder Revue passieren zu lassen.

red./am

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