Eine besondere Bedeutung

Püttlingen. In ihrem 80. Lebensjahr, im Jahr 1998, malte die Benediktinerin Sr. Theodolinde Katzenmaier, eine Überlebende des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück, eine 18-teilige Bilderserie.

Besondere spirituelle Bedeutung gewinnt der Kreuzweg vor dem Hintergrund, dass Leid, Schmerz, Scheitern und Brüche Bestandteile des Lebens sind, ohne dass eine persönliche Schuld vorliegen muss. In diesen Situationen kann das betende und betrachtende Nachvollziehen des Kreuzweges Jesu neuen Lebenssinn erschließen und Lebensmut wecken.

Vor allem vor dem Hintergrund der Lebensgeschichte von Sr. Theodolinde Katzenmaier gewinnt ihre Kreuzwegdarstellung eine besondere Bedeutung und eine besondere Kraft. Anlass für ihre Verhaftung war ihre Äußerung als Katechetin in Püttlingen: „Euthanasie ist Tötung.“ Sie musste fast zwei Jahre als politische Gefangene der Nationalsozialisten im Gefängnis und im KZ Ravensbrück ihren eigenen Kreuzweg gehen. Sie hat sich diese Form der Christusnachfolge selbst nicht ausgesucht, aber sie hat in der Christusidentifikation die Kraft gefunden, andere froh zu machen, wie durch Mitgefangene bezeugt wird.

Die Bilder des Kreuzweges, die Fotografenmeisterin Marion Sänger fotografiert hat, sind während der ganzen Fastenzeit im Kardinal-Maurer-Saal zu sehen: von Montag bis Freitag jeweils von 9 – 12 Uhr.

Am Donnerstag, 14. März, sind alle Interessierten nach der Abendmesse zu einer gemeinsamen Betrachtung des Kreuzweges eingeladen.

An folgenden Terminen ist die Ausstellung nicht zugänglich: 25. Februar bis 1. März, 5., 12., 15. und 19. März.red./dos

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