Ein Verkehrskonzept für alle muss es geben

Sulzbach. Der Bürgerdialog, zu dem der CDU-Ortsverband Sulzbach-Mitte an den Elternparkplatz am Mellinweg eingeladen hatte, brachte interessante Erkenntnisse in der Handhabe aber auch gute Impulse zur Verbesserung der Verkehrssituation in dieser Straße.

Eingeladen waren Anwohner aber auch Vertreter der Eltern, um über die Situation an diesem Nadelöhr für Schüler, Gewerbetreibende und Anwohner mit den Ratsmitgliedern der CDU und Bürgermeister Michael Adam zu diskutieren.

Situation entspannen

Hierbei stellte die Stadtverwaltung auch klar, dass seit Jahren und insbesondere in der letzten Zeit Anstrengungen vor allem an der Mellinschule unternommen wurden, um mit einer Ampelanlage, Geschwindigkeitsschwellern, einer Schulbushaltestelle und einem Elternparkplatz die Gefahrensituation für Kinder zu entspannen.

Auch das Verhalten von Eltern, diese Maßnahmen nur unzureichend wahrzunehmen, führe zu einer Unterscheidung in Ursache und Wirkung. „Eltern bringen ihre Schützlinge oft mit dem Auto bis ins Klassenzimmer und sorgen für eine Stausituation“, meint Jochen Wagner als Vorsitzender der CDU. Das stehe zwar der Raserei zu diesen Zeiten entgegen, bringe aber keine Verkehrsentlastung. Auch die teilweise Missachtung der verhängten Park- und Halteverbote in diesem Bereich würden für sich sprechen. Dennoch ist die Verwaltung bemüht, Anregungen aufzugreifen, um gemeinsam mit allen Beteiligten eine Verbesserung zu schaffen.

Die Anwesenden waren sich im Grunde einig, dass auch Eltern helfen können, den Verkehr vor und nach Schulbeginn zu entlasten. Die Nutzung des Elternparkplatzes gegenüber der Mellinschule generell oder auch durch Fahrgemeinschaften könnten helfen. Auch der Umstieg der Kinder auf die hervorragenden Anbindungen des ÖPNV in Sulzbach an das Schulzentrum schaffe Erleichterungen und dies nachhaltig. Die Busse brächten die Kinder bis 200 Meter zu den Schulen mit Haltestelen am EKZ oder am Sportzentrum.

Einsatz von Schülerlotsen

Eine Initiative, am Mellinweg zu Spitzenzeiten Schülerlotsen einzusetzen, würde die Sicherheit der Kinder zudem noch fördern. Bürgermeister Adam schilderte, dass Bemühungen der Verwaltung für den Einsatz von Lotsen bislang an der Bereitschaft der Personen scheiterten. Sollten sich nun Lotsen finden, würde die Verwaltung für Mittel zur Ausbildung und Ausstattung derer sorgen.

Weitere Verkehrsteilnehmer im Mellinweg müssten ebenfalls für eine Entschärfung beitragen. So wurde auch über die Ansiedelung eines neuen Briefverteilzentrums der DHL gesprochen. Hier würden die anliefernden Lkw nur zu bestimmten Zeiten eingesetzt werden und dies sei auch gegenüber der DHL weiterhin zu kontrollieren. Das Verteilzentrum sei trotz allem wichtig, um Briefe im Sulzbachtal zeitnah erhalten zu können.

Weitere Entwicklung

Die weitere Entwicklung des Gebietes Mellin könne nur mit einem Verkehrskonzept für alle einhergehen, um beispielsweise auch über eine Veränderung zur Durchgangsstraße zu sprechen oder eine Verbesserung der Anbindung an den Quierschieder Weg zu erreichen. Die bislang ergriffenen Maßnahmen zur Reduzierung der Geschwindigkeit in diesem Bereich der 30er Zone werden fortgeführt und neue Impulse sollten nunmehr im Interesse aller forciert werden. red./dos

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de