Ein Stück Energieunabhängigkeit für Wadern

Den Spatenstich vollziehen (von links): Bürgermeister Jochen Kuttler,  VSE Vorstand Dr. Stephan Tenge, der stellvertretende Ortsvorsteher Axel Engel, Dr. Frank Schmeer (Leiter Erneuerbare Energien VSE). Foto: VSE / mxmphoto
Den Spatenstich vollziehen (von links): Bürgermeister Jochen Kuttler, VSE Vorstand Dr. Stephan Tenge, der stellvertretende Ortsvorsteher Axel Engel, Dr. Frank Schmeer (Leiter Erneuerbare Energien VSE). Foto: VSE / mxmphoto - (Bild 1 von 1)

Nunkirchen. Mit der Photovoltaik-Freiflächenanlage ((PV-FFA) in Nunkirchen baut die VSE Aktiengesellschaft (VSE) ihre regenerative Energieerzeugung im Saarland weiter aus.

Die Anlage hat eine Leistung von 6 623 Kilowatt und kann somit unter Zugrundelegung einer jährlichen Stromproduktion von 6,9 Mio. Kilowattstunden fast 2 000 Haushalte (drei Personen) mit Strom versorgen.

Die regenerative Stromerzeugung in dieser Anlage vermeidet den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlenstoffdioxid im Umfang von 4 700 Tonnen pro Jahr, das durch die Verbrennung fossiler Energieträger entstanden wäre.

Die VSE investiert 5,2 Mio. Euro in ihre bisher größte PV-FFA.

„Ich freue mich sehr, dass wir dieses ehrgeizige Bauvorhaben in Nunkirchen umsetzen können. Es ist ein wichtiger Baustein zur Dekarbonisierung der Energieerzeugung und ein deutliches Bekenntnis zur Energiewende“, so VSE-Vorstand Dr. Stephan Tenge.

Die PV-FFA Nunkirchen wird –unter Beibehaltung von vorhandenen Obstbaumbeständen –auf einer Fläche von 5,6 Hektar im „Solarpark Nunkirchen-Bammersch“ errichtet.

Es handelt sich dabei um eine Grünlandfläche in landwirtschaftlich benachteiligtem Gebiet, die auf Grundlage einer saarländischen Verordnung von Photovoltaik auf Agrarflächen im Sinne des EEG 2021 förderfähig sind.

Im Mai hatte der Stadtrat Wadern dem Bauvorhaben einstimmig zugestimmt, wie zuvor bereits der Ortsrat Nunkirchen.

Im Bauleitverfahren wurden laut keine erheblichen Auswirkungen auf Landwirtschaft, Orts- und Landschaftsbild festgestellt, erklärt die VSE: Die Anlage sei von Nunkirchen aus kaum einsehbar. Dem Naturschutz werde mit umfangreichen Vermeidungs-, Verminderungs- und Kompensationsmaßnahmen genüge getan.

Hinzu komme, dass die PV-Freiflächenanlage Nunkirchen mit geringem Aufwand an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden kann.

Bürgermeister Jochen Kuttler, freut sich: „Mit dieser PV-Anlage gewinnen die Bürger der Stadt Wadern ein Stück Energieunabhängigkeit. Dies ist in Zeiten der Energieverknappung durch den Ukraine-Krieg ein überaus wertvolles Gut“.

Die Bauarbeiten an der Nunkircher Anlage sollen im Spätherbst abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme kann voraussichtlich erst im Frühjahr erfolgen, da wichtige Bauteile (Transformatoren, Übergabestationen) in der aktuellen Krise erst mit großer Verzögerung geliefert werden. red./am

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