Ein historischer Moment

Sportdezernentin Christina Rauch und OB Marold Wosnitza (außen) begleiteten Martyna Trajdos und  Jasmin Grabowski bei ihrem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt (von links). Foto: v. Waldow
Sportdezernentin Christina Rauch und OB Marold Wosnitza (außen) begleiteten Martyna Trajdos und Jasmin Grabowski bei ihrem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt (von links). Foto: v. Waldow - (Bild 1 von 1)

Zweibrücken. Einen in vieler Hinsicht „historischen Moment“ feierten am Donnerstagabend Sportler und politische Vertreter im Zweibrücker Herzogsaal.

Zum ersten Mal in der Geschichte trugen sich zwei Judokas in das „Goldene Buch der Stadt Zweibrücken“ im roten Ledereinband mit goldener Aufschrift und Goldschnitt ein. Zuteil wurde diese besondere Ehren den beiden Bronzegewinnerin bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021, Jasmin Grabowski und Martyna Trajdos.

„Wir als Stadt sind richtig stolz auf Sie und ihre Leistung. Zudem haben Sie den Namen Zweibrücken in die Olympische Welt getragen“, betonte die Beigeordnete und Sportdezernentin, Christina Rauch in ihrer Ansprache. Besonders spannend sei, dass das Edelmetall auf Anhieb in einer völlig neuen Olympia-Disziplin, einem Mixed-Team aus Männern und Frauen, erobert werden konnte.

Jasmin Grabowski

und Martyna Trajdos

Hendrick Harth, Vorsitzender des 1. Judoclubs Zweibrücken 1957, strahlte. Er bestätigte: „Es ist uns eine besondere Ehre, das hier mit Euch erleben zu dürfen. Das habt Ihr Euch wirklich verdient!“ Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins nehme ein Mitglied nicht nur mehrfach an den Olympischen Spielen teil, sondern als einziger Judoverein in ganz Deutschland entsendete Zweibrücken gleich zwei Athletinnen dorthin. Außerdem sei er sehr stolz mitzuerleben, wie sich Vereinsmitglieder in der Goldene Buch der Stadt Zweibrücken eintragen.

„Das bringt unseren Sport mit seinen sportlichen und menschlichen Werten nach vorne und wir können zeigen, was unseren familiären Sport ausmacht.“ Ehrfurchtsvoll öffnete Christina Rauch – ebenfalls zum ersten Mal – das bereits recht voll geschriebene Goldene Buch. Doch auch für die Athletinnen war es ein spannender Moment. „Wo unterschreibt man denn hier? Drüber oder drunter?“ wollten sie wissen und schauten bei dem letzten Eintrag von Schriftsteller Norman Ohler 2019. „So ein Eintrag ist etwas ganz Besonderes. Denn in diesem Buch steht ja nicht jeder drin“, bestätigte die gebürtige Böhl-Iggelheimerin Jasmin Grabowski, die seit gut zehn Jahren im 1. Judoverein Zweibrücken als Heimatverein trainiert und hier ihre Karriere aufgebaut hat. Ihre Freundin, die gebürtige Polin Martyna Trajdos, wechselte erst vor zwei Jahren in den Zweibrücker Verein und wurde bei ihrem ersten Wettkampf gleich Weltmeisterin, ebenfalls in Tokio. Entsprechend verlieh Andreas Kolig, Präsident des Judo Verbands Pfalz ihr als Auszeichnung den 4. Dan des Deutschen Judo Bundes DJB und überreichte beiden je einen Gutschein. Er bestätigte: „Es ist selten, dass in einem Verein so große Erfolge gefeiert werden und ein besonderer Tag für den Judosport.“ Obwohl beide am Judostützpunkt in Köln trainieren und dort leben, halten sie doch dem 1. Judosportverein Zweibrücken 1957 die Treue, koordinatorisch betreut von Stephan Hahn. Abgerundet wurde die Feierstunde mit Sekt und Fingerfood. cvw

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