Ein ganz besonderer Lernort

Besuch in der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen: (hinten von links) Philipp Jochum (Acker e. V.), Bürgermeisterin Lisa Hensler, Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und Schulleiter Clemens Wilhelm mit Schülern auf dem Schul-Gemüseacker. Foto: Acker e. V.
Besuch in der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen: (hinten von links) Philipp Jochum (Acker e. V.), Bürgermeisterin Lisa Hensler, Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot und Schulleiter Clemens Wilhelm mit Schülern auf dem Schul-Gemüseacker. Foto: Acker e. V. - (Bild 1 von 1)

Neunkirchen. ln einer grünen Oase mitten in Neunkirchen, wo Nordic-Walker und Spaziergänger unterwegs sind, befindet sich der Gemüseacker der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen.

„AckerSchule“ ist nur eine von vielen Auszeichnungen, nach Fair-TradeSchule, Schule der Nachhaltigkeit, Schule im Aufbruch und anderem, mit denen Schulleiter Clemens Wilhelm die Schule zu einem besonderen Lernort entwickelt hat. Doch jetzt stand der Acker im Fokus und Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot sowie Bürgermeisterin Lisa Hensler kamen zu Besuch, um den neuen naturnahen Lernort zu begehen. Obwohl Ferien sind, waren auch an diesem Morgen Kinder anwesend und gaben den Besucherinnen eine Ackerführung. Stolz erzählt eine Schülerin, was sie alles angepflanzt und auch schon geerntet habe und natürlich durfte die Ministerin auch direkt die ersten Tomaten verkosten.

„Die GemüseAckerdemie ist ein tolles Programm der Bildungfür Nachhaltige Entwicklung, weil die Schüler hier unmittelbar die Wirkung ihres Handelns erleben können. Bildung für Nachhaltige Entwicklung spielt an unseren Schulen eine immer wichtigere Rolle spielt. Die Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen ist mit viel Engagement ganz vorne dabei“, so die Ministerin.

Der Einstieg ins Acker-Jahr war aufgrund der Hanglage und der Bodenbeschaffenheit zunächst schwierig, erzählte Ackerlehrer Johannes Müller, doch für ihn und sein Team kein Hindernis. Einen Acker in der Größenordnung zu bewirtschaften ist nur durch viele helfende Hände möglich: neben den Kindern engagieren sich mehrere Lehrkräfte und FÖJler. Weitere Unterstützung gibt es vom gemeinnützigen Verein Acker e.V., der die Schule über vier Jahre hinweg begleitet. Im Bildungsprogramm GemüseAckerdemie werden bis zu 25 Gemüsesorten angebaut. Dabei erleben die Kinder den gesamten Wertschöpfungsprozess von der Pflanzung über Pflege und Ernte bis zur Verwertung von Gemüse.

Der Acker, als universeller Lernort, bietet sich ebenfalls an, aktuelle Themen, wie die Klimaerwärmung und deren Folgen zu behandeln. Spätestens dann, wenn bei anhaltender Hitze pro Beet vier bis fünf gefüllte Gießkannen vom Brunnen zum Acker geschleppt werden müssen, wird den Kindern klar, dass Wasser eine kostbare und knappe Ressource ist.

Philipp Jochum, Regionalkoordinator von Acker e. V., betreut insgesamt 14 Schulen und eine Kita im Saarland. Dabei soll es aber nicht bleiben. Mit der AOK RheinlandPfalz/Saarland, die ebenfalls am AckerBesuch teilnahm, steht auch schon der Förderpartner fest, um weiteren Schulen die Teilnahme zu ermöglichen. Auch Bewerbungen von interessierten Kitas werden entgegen genommen. red./hr

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