„Ehre, wem Ehre gebührt“

Treffen im Landratsamt (von links): Landrat Dr. Theophil Gallo, Prof. Heinz Quasten und Dr. Andreas Stinsky. Foto: Brettar
Treffen im Landratsamt (von links): Landrat Dr. Theophil Gallo, Prof. Heinz Quasten und Dr. Andreas Stinsky. Foto: Brettar - (Bild 1 von 1)

Homburg. Landrat Dr. Theophil Gallo hat sich sehr darüber gefreut, Prof. Heinz Quasten im Landratsamt begrüßen zu dürfen, um dem Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland persönlich gratulieren zu können. Im November hatte Prof. Dr. Quasten das Verdienstkreuz für seine Verdienste um den Natur- und Denkmalschutz aus den Händen von Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot in seiner Heimatstadt Blieskastel erhalten. „Mit dieser Ehre konnte ich sicher nicht rechnen, hätte dies auch niemals erwartet. Aber so stand es nun mal in der Mitteilung des Ministerpräsidenten Tobias Hans“, versicherte der 86-jährige gebürtige Rheinländer zu Beginn des Treffens, an dem auch Dr. Andreas Stinsky, Kulturmanager im Saarpfalz-Kreis, teilnahm.

„Ehre, wem Ehre gebührt. Und in Ihrem Fall kann sie nicht hoch genug sein“, betonte Landrat Dr. Gallo, „wir haben Ihre Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz im Kreis sehr positiv wahrgenommen und sie ist auch von Bedeutung für unsere schöne Region, deren Kultur sich nur entfalten kann, wenn es Menschen gibt wie Sie, die es zu verstehen wissen, Kultur zu pflegen, zu erforschen, sie in der Öffentlichkeit zu vertreten. Das erfordert viel Einsatz und Engagement. In dem Umfang, wie Sie dies betrieben haben und immer noch betreiben, ist das keine Selbstverständlichkeit. Dafür möchte ich mich im Namen des Saarpfalz-Kreises ganz herzlich bedanken.“ Dr. Andreas Stinsky, der Prof. Heinz Quasten während seiner beruflichen Laufbahn näher kennen lernte und ihn als persönliches Vorbild sieht, pflichtete diesen Worten bei: „Herr Quasten hat sich in den vergangenen Jahrzehnten um den Erhalt der regionalen Baukultur im ländlichen Raum eingesetzt wie kaum ein anderer. Dass das Thema inzwischen auf landespolitischer Ebene fest verankert ist, ist auch den von ihm entwickelten Maßnahmen zur diesbezüglichen Bewusstseinsbildung – man denke nur an den Saarländischen Bauernhauswettbewerb oder die Saarländische Bauernhausfibel – zu verdanken.“ Zur Sprache kamen auch Quastens Professur für Kulturgeografie von 1980 bis 2001 an der Universität des Saarlandes, seine Zeit als Landesbeauftragter für Naturschutz im Saarland und seine ehrenamtliche Leitung des Institutes für Landeskunde im Saarland von 1981 bis 2005. Am Ende überreichte der Landrat dem Gast eine Kaltnadelradierung des Homburger Künstlers Hermann Theophil Juncker, die 2018 anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Saarpfalz-Kreises entstand und Sehenswürdigkeiten und Eigenheiten des Kreises zeigt. red./jj

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