Effektiver Schutz für das Schienbein

Die Ideengeber und Entwickler Daniel Grauvogel (links) und Marc Breuer (rechts) mit Werkstudentin Kristin Hauck mit den Schienbeinschonern im Praxistest. Fotos: Minayev
Die Ideengeber und Entwickler Daniel Grauvogel (links) und Marc Breuer (rechts) mit Werkstudentin Kristin Hauck mit den Schienbeinschonern im Praxistest. Fotos: Minayev - (Bild 1 von 2)
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Saarbrücken. Fußballer kennen das Problem: Schienbeinschoner sind ein notwendiges Übel. Sie schützen zwar vor Verletzungen, halten aber mit den Bändern, Tapes und Klettverschlüssen zu ihrer Befestigung der Dynamik des Spiels nicht immer stand. Sie verrutschen, müssen wieder gerichtet werden, um wirkungsvoll Schutz zu bieten – je nach Spielertyp hin und wieder oder häufiger. Jedenfalls ist es immer ein lästiges Unterfangen.

Deshalb ist es logisch, dass langjährige Fußballer eine praktikable Lösung gesucht haben, um Zweckmäßigkeit, Handhabung und festen Sitz miteinander zu kombinieren. Mit Daniel Grauvogel und Marc Breuer haben zwei Saarländer die zündende Idee gehabt, die sie mit Unterstützung durch ein Gründerstipendium zur Serienreife bringen konnten.

In einem Starterkit werden über Direktvertrieb die „Bauteile“ ihrer Schienbeinschoner zugeschickt. Ein Rohling wird dabei auf das Schienbein aufgesetzt, das vorher mit Wasser befeuchtet worden ist. Nach zehn Minuten härtet der Rohling aus und passt sich dabei anatomisch perfekt an. Ein dermatologisch getestetes Inlay sorgt nicht nur für hautverträglichen Tragekomfort, es sorgt zugleich für die notwendige Haftung – und dies selbst bei stark behaarten Fußballerbeinen, versichern die beiden Erfinder. Letztlich bleibt die Schale, während das Inlay pro Saison gewechselt werden muss. So wird viel Müll eingespart, der bei Bändern und Tapes zwangsläufig anfällt.

Den Schienbeinschoner gibt es aktuell in vier verschiedenen Größen, wobei die Schoner von Kindern ab etwa fünf Jahren, Jugendlichen, Frauen und Männern gleichermaßen effektiv getragen werden können.

Nach vielen Jahren als aktive Fußballer haben Daniel Grauvogel und Marc Breuer viele Kontakte, so dass es kein Problem war, Prototypspieler für die neuen Schoner zu gewinnen. Mehr als 200 sind es derzeit, unter ihnen auch Drittliga-Stürmer Sebastian Jacob vom 1. FC Saarbrücken, der von dem Produkt überzeugt ist.

Jetzt sei noch Zeit, so versichern die beiden Tüftler, falls notwendig nachzubessern, aber bisher sei das Feedback durchweg positiv gewesen. Dennoch ist man weiterhin auf der Suche nach weiteren Aktiven – unabhängig von Alter, Geschlecht und Leistungsniveau. Wichtig ist ihnen nur ein ehrliches Feedback.

Wer sich dafür interessiert, Testspieler zu werden, kann sich über die Website www.init-sports.de bewerben. Er oder sie erhält das Starterkit bei Berücksichtigung zum Sonderpreis von 35 Euro. tt

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