Dingen ein zweites Leben schenken

Nicht nur Elektrogeräte werden für den weiteren Einsatz wieder fit gemacht – derzeit wird auch Schmuck repariert und es werden noch Damen für den Textilbereich gesucht. Foto: Gemeinde Eppelborn/Carolin Merkel
Nicht nur Elektrogeräte werden für den weiteren Einsatz wieder fit gemacht – derzeit wird auch Schmuck repariert und es werden noch Damen für den Textilbereich gesucht. Foto: Gemeinde Eppelborn/Carolin Merkel - (Bild 1 von 1)

Macherbach. Im Bürgerhaus Macherbach wurde nach intensiven Vorplanungen ein Reparaturcafé eröffnet. Jeweils am ersten Samstag im Monat wird sich das Team um Ideengeber Peter Kiefer in der Zeit von 9 bis 13 Uhr zusammen mit den Besitzern der jeweiligen Gebrauchsgegenständen um eine gemeinsame Reparatur bemühen.

Aktuell besteht das Team aus zehn Personen, die sich ehrenamtlich im Sinne der Nachhaltigkeit engagieren. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ soll Dingen ein zweites Leben geschenkt werden, die sonst vielleicht auf dem Müll landen würden.

Gemeinsam mit dem Macherbacher Ortsvorsteher Jürgen Nürnberger und einigen weiteren Ortsvorstehern aus der Gemeinde eröffnete der Eppelborner Bürgermeister Andreas Feld das Reparaturcafé offiziell. Ihn hatte das Konzept gleich beim ersten Gesprächsaustausch überzeugt. „Reparieren statt Wegwerfen – Hilfe zur Selbsthilfe, das ist gut für unsere Umwelt“, betonte der Bürgermeister und begrüßte die Idee und das Engagement der Ehrenamtlichen. „Zum einen ist es schön, dass sich hier gemeinsam darum gekümmert wird, dass Alltagsgegenstände, die nicht mehr funktionieren, nicht gleich auf dem Müll landen. Zum anderen freue ich mich, dass so ein intensiver Austausch mit guten Gesprächen entsteht. Das macht das Reparaturcafé gleichzeitig auch zu einem lebendigen Treffpunkt in unserer Gemeinde.“

Sinn und Zweck des Angebotes sei es, defekte Alltagsgegenstände, die gebracht werden, in angenehmer Atmosphäre gemeinschaftlich zu reparieren, ergänzte Ortsvorsteher Nürnberger. Ziel der Initiative: Müll vermeiden, Übrigens: Ganz im Sinn der Nachhaltigkeit wird im Reparaturcafé fair gehandelter Kaffee und Kuchen mit fair gehandelten Zutaten gereicht. Bürgermeister Andreas Feld überreichte dem Ortsvorsteher einen Korb mit fair gehandelten Produkten, die den Anforderungen der internationalen Fairtrade-Standards genügen.

Irene Horras, Sprecherin der Fairtrade Steuerungsgruppe der Gemeinde Eppelborn: „Wir wollen den Nachhaltigkeitsgedanken im Reparaturcafé verankern. Hier passt dies ganz besonders gut“, erklärte sie.

Natürlich war nach den Grußworten auch Zeit, um die ersten Reparaturen durchzuführen und, wenn dies nicht gelang, auf eine erste Fehlersuche zu gehen. So wurden unter anderem ein Staubsauger mit abgerissenem Kabel und eine Lampe wieder einsatzbereit gemacht. Für Probleme mit Elektrogeräten oder bei Goldschmiedearbeiten ist das Team mit sechs Elektrikern und einer Goldschmiedin derzeit gut aufgestellt. Sehr gerne würden die Akteure noch ein paar Damen als Verstärkung aufnehmen, um auch den Bereich der Textilien mit Hilfe zur Selbsthilfe anbieten zu können. „Wer Geschick an Nadel und Faden oder an der Nähmaschine hat und sich ehrenamtlich engagieren will, ist eingeladen, uns zu unterstützen“, so Peter Kiefer.

Weitere Informationen bei Peter Kiefer unter Tel. (06806) 83512. red./hr

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