Saarbrücken. Am Donnerstag, 29. Januar, um 19 Uhr diskutieren der Politikwissenschaftler Dr. David Sirakov und der Historiker, Dr. Alexander Friedmann über die Frage, welchen sicherheitspolitischen Herausforderungen sich Deutschland und Europa angesichts der wachsenden Bedrohung autoritärer Tendenzen und der Destabilisierung Europas in diesem neuen Jahr stellen müssen.
Die Veranstaltung, die in Kooperation mit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Saarland e.V., dem Verband der Reservisten der Bundeswehr e.V. Landesgruppe Saarland, dem Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) Saarland und der Deutschen Atlantische Gesellschaft stattfindet, wird von Detlef W. Karioth, ehemaliger Berater an der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen (UN) in New York, moderiert.
Das neue Jahr war noch keine drei Tage alt, als USA Präsident Donald Trump in Venezuela intervenierte, den amtierenden Diktator Maduro und seine Ehefrau festnehmen ließ und in die USA verbrachte. Reflexartig begannen die Vorwürfe, die USA habe mit dieser Operation gegen das Völkerrecht verstoßen. Aus seiner Vorliebe für Grönland macht Donald Trump derweil keinen Hehl. Ob kaufen oder besetzen, er stellt Europa aber auch die NATO vor große Herausforderungen.
Seit Jahresbeginn verschärfen sich die Demonstrationen und Auseinandersetzungen im Iran wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise, des Währungsverfalls und aufgrund des gewalttätigen Vorgehens des Mullah-Regimes gegen Demonstranten. Das repressive Regime läuft Gefahr gestürzt zu werden. Russland setzt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit unverminderter Härte fort.
Friedensverhandlungen waren bislang wenig erfolgreich. Gleichzeitig baut Putin seine Kontakte in die Zentralafrikanische Republik aus. Donald Trumps Friedensplan in Nahost scheint nach der Geiselfreilassung durch die Hamas ins Stocken geraten, die Hamas weigert sich die Waffen abzugeben. Eine ähnliche Situation findet sich im Libanon mit der Hisbollah seit 2006. China beobachtet aufmerksam die Aktivitäten der USA sowie die Geschehnisse in Europa und im Ukrainekrieg. Ende Dezember 2025 führte Xi Ji Ping eine großangelegte Militärübung namens „Mission Gerechtigkeit 2025“ rund um Taiwan durch. Dies führte zu weiteren geopolitischen Spannungen.
Vor dem Hintergrund dieser politischen Lage geht es um die Herausforderungen für Deutschland und Europa und die möglichen Antworten auf eine neue Weltordnung. Zudem wird die Frage diskutiert, ob Europa überhaupt noch als Großmacht in dieser neuen Ordnung wahrgenommen wird.
Die Veranstaltung findet im Haus der Union Stiftung (Steinstraße 10, 66115 Saarbrücken) statt. Um vorherige Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen unter www.unionstiftung.de/veranstaltungen red./jb
