„Die Hälfte des Himmels“

Anne Heid, Ingrid Buchberger, Oranna Fuchs, Antonia Schneider-Kerle, Annette Schiffmann, Doreen Schrecklinger-Leuchtle, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (von links). Foto: Landkreis
Anne Heid, Ingrid Buchberger, Oranna Fuchs, Antonia Schneider-Kerle, Annette Schiffmann, Doreen Schrecklinger-Leuchtle, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich (von links). Foto: Landkreis - (Bild 1 von 1)

Kreis Merzig-Wadern. Mit dem Thema Gewalt gegen Frauen beschäftigt sich die Ausstellung „Die Hälfte des Himmels – 55 Frauen und DU“. Die Fotoschau mit der aufrüttelnden Botschaft wurde von der Heidelbergerin Annette Schiffmann zusammengestellt. Deutschlandweit wurde sie bereits in mehreren Städten gezeigt. Auch im Landkreis Merzig-Wadern hat sie jetzt auf die lange tabuisierte gesellschaftliche Realität und die Notwendigkeit aufmerksam gemacht, die Vielfalt und Kreativität weiblicher Lebenswelten nach Kräften zu unterstützen.

Aus dieser Überlegung heraus nähert sich die Werkschau von Anette Schiffmann dem Thema Frauen und Gewalt auf durchaus ungewöhnliche Weise: Nicht die Gewalt gegen Frauen an sich ist Fokus der gezeigten Porträts, auch nicht das Zum-Opfer-Werden.

Vielmehr geht es explizit um Wertschätzung für die Gesamtpersönlichkeit der Frauen.

Mit liebevollem Blick porträtiert die Kuratorin 55 Frauen mit und ohne Gewalterfahrung zwischen 16 und 92 Jahren – aus allen Lebenslagen, Berufsfeldern und vielen Ländern.

Die Interviews können über Kopfhörer in transportablen Audio-Guides beim Betrachten der Bilder in Auszügen gehört werden, so dass sich die Ausstellung selbst erklärt.

Eröffnet wurde die Ausstellung im Landratsamt Merzig von Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Doreen Schrecklinger-Leuchtle und Antonia Schneider-Kerle von der Organisation „FrauenNotruf“. Viele interessierte Besucher waren zur Vernissage gekommen, um sich die facettenreiche Fotoschau anzusehen.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Doreen Schrecklinger-Leuchtle erklärte die Intention: „Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter. Wir müssen ihr ein deutliches und lautes Nein entgegensetzen!“

Prävention und Gewaltschutz sei keine Privatsache, „sondern eine gesamtgesellschaftliche und damit unser aller Aufgabe“.

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich freute sich über das große Interesse an der Thematik: „Anette Schiffmann eröffnet den Besuchern der Ausstellung eine ganz besondere, wertschätzende Perspektive.“

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung zum Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen vom Duo „Akustik Akut“ mit Svenja Meyer (Gesang) und Knut Bausch (Gitarre und Gesang). Die Buchhandlung Rote Zora und die Merziger Initiative „Omas gegen Rechts“ waren vor Ort und informierten über die Problematik und mögliche Lösungsansätze. red./am

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