Religionsausübung ist Teil der Integration

Im neuen Raum für rituelle Waschungen: (von links) Hospizleiterin Ute Seibert, Bürgermeisterin Lisa Hensler, Bauamtsleiter Jörg Wilhelm, Andreas Bies (Leiter der Friedhofsverwaltung) und Cemal Kaya. Foto: Kreisstadt/Deniz Alavanda
Im neuen Raum für rituelle Waschungen: (von links) Hospizleiterin Ute Seibert, Bürgermeisterin Lisa Hensler, Bauamtsleiter Jörg Wilhelm, Andreas Bies (Leiter der Friedhofsverwaltung) und Cemal Kaya. Foto: Kreisstadt/Deniz Alavanda - (Bild 1 von 1)

Neunkirchen. Das Fliedner Hospiz der Stiftung Kreuznacher Diakonie hat in Kooperation mit der Stadt Neunkirchen eine Möglichkeit zur rituellen Waschung von Muslimen geschaffen.

Die Kooperation sieht vor, dass das Fliedner Hospiz die Räumlichkeiten stellt und die Stadt die Liege für die Waschungen angeschafft hat. Die Kosten für die Liege betragen rund 600 Euro. Zukünftig besteht damit im Fliedner Hospiz Neunkirchen für den Imam die Möglichkeit, Muslime vor ihrer Bestattung rituell zu waschen.

„Auch der Tod ist ein wichtiger Teil der Integration. Bereits im vergangenen Jahr haben wir ein Grabfeld auf dem Neunkircher Zentralfriedhof eingeführt, das Bestattungen nach muslimischem Ritus ermöglicht. Die Waschung ist ein wesentliches Element bei muslimischen Bestattungen. Daher ist die Schaffung dieses Raumes ein wichtiger Schritt. Ich danke Cemal Kaya, der sich als Ideen- und Impulsgeber eingebracht hat“, sagt Bürgermeisterin Lisa Hensler.

„Ein wesentlicher Kern der Hospizarbeit ist es, Angehörigen und Zugehörigen – egal welcher kultureller Herkunft – Trauern und Abschiednehmen zu ermöglichen. Daher haben wir bereits mit der Bauplanung des Gebäudes einen solchen Raum vorgesehen“, sagt Hospizleiterin Ute Seibert. red./hr

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