Alle Ausgaben als ePaper im Überblick

„Der Marsch“ in der Kinowerkstatt

St. Ingbert. Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt „Der Marsch“ am Sonntag, 9. August, um 19 Uhr.

Der Marsch wurde 1990 produziert und galt seinerzeit als düstere Zukunftsvision. 35 Jahre später, im Jahre 2015, und jetzt wieder 2026, sind die Geschehnisse dieses Films von unserer Realität eingeholt worden: Tausende notleidende Menschen macht sich auf den Weg nach Europa, um ein besseres Leben zu finden.

Der Film wird inzwischen von rassistisch motivierten Politkern benutzt, um ihre menschenverachtende Migrationspolitik zu begründen und Ängste zu schüren, ist aber zu diesem Zweck völlig ungeeignet, da er sehr gut Ursachen und Hintergünde aufzeigt: In weiten Teilen Afrikas ist durch die Klimaveränderung eine ökologische und humanitäre Katastrophe ausgebrochen. Von den Autoren als humanitärer Hilferuf gedacht, appelliert „Der Marsch“ an die Mitmenschlichkeit und fordert dazu heraus, nach humanitären Lösungen zu suchen: Hilfsprogramme mit den für sinnlose Kriege aufgewendeten Mitteln wären z.B. ein Weg, der längst hätte beschritten werden sollen.

Info zum Film: kinowerkstatt.de/de/filme/detail/11080/

red./wj

  • Jetzt teilen:

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de