Den nachhaltigen Weg beschreiten

Zusammen mit Mitgliedern der politischen Gremien und interessierten Bürgern präsentierte Bürgermeister Dr. Armin 
König, EVS-Geschäftsführer Stefan Kunz und Projektleiter Alexander Deiker die Planung und Konzeption des neuen 
Wertstoffzentrums in Uchtelfangen. Foto: Mohr
Zusammen mit Mitgliedern der politischen Gremien und interessierten Bürgern präsentierte Bürgermeister Dr. Armin König, EVS-Geschäftsführer Stefan Kunz und Projektleiter Alexander Deiker die Planung und Konzeption des neuen Wertstoffzentrums in Uchtelfangen. Foto: Mohr - (Bild 1 von 1)

Uchtelfangen. Die im April dieses Jahres begonnenen Arbeiten des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) zur Errichtung des neuen Wertstoff-Zentrums in Uchtelfangen kommen gut voran. Das neue Zentrum löst die bisherige logistisch ungünstige Lösung mit zwei verschiedenen Standorten für die Abgabe von Wertstoffen ab.

Künftig können die Bürger ihre Wertstoffe in Uchtelfangen – Nähe Schwesternverband Zentralküche Saarland, zwischen der L 266 und der A 1 – bequem an einem Standort abgeben und damit dazu beitragen, dass wichtige, teils endlich auf der Erde vorhandene Stoffe und Materialien durch professionelle Aufbereitung und Recycling weitergenutzt werden können.

Der EVS investiert in das Projekt, für das eine Bauzeit von sieben Monaten angesetzt ist, rund 1,2 Millionen Euro komplett in Eigenregie. Insgesamt 18 Wertstoffzentren betreibt der EVS im Saarland, erläuterte EVS-Geschäftsführer Stefan Kunz. Ein wesentliches Gestaltungsmerkmal aller EVS-Wertstoff-Zentren ist eine einheitliche, leicht erfassbare und gut strukturierte Anordnung der einzelnen Sammelfraktionen in mehrere Annahmestationen. Deren Anordnung ist so ausgerichtet, dass die Anlieferer in einer Art Rundkurs alle Annahmestationen anfahren können und Querverkehr somit weitgehend vermieden wird. Ein besonderes Highlight der Konzeption auch am Standort Illingen ist eine befahrbare Rampe, die ein rückenschonendes Entladen ermöglicht.

„Unser Ziel ist es, den Bürger immer mehr in eine Kreislaufwirtschaft hineinzubringen anstatt immer mehr wertvolle Materialien in die reine Entsorgung geben zu müssen“, umriss der EVS-Geschäftsführer die Ziele. Für die Zukunft stellte er in Aussicht, dass auch dem Thema Textilien im Rahmen der Wertstoffzentren eine größere Bedeutung beigemessen werden soll. Außerdem sieht er eine Herausforderung bei der vermehrt stattfindenden Annahme von Akkus.

„Wir haben bisher mit Provisorien gearbeitet“, erklärte Illingens Bürgermeister Dr. Armin König. „Das ist nie gut und ich bin auch bisher nicht ganz mit der Recycling-Quote zufrieden gewesen. Wenn es keine vernünftigen Regelungen gibt, dann suchen sich die Bürger den bequemeren Weg“, so der Verwaltungschef.

Mit dem neuen Wertstoffzentrum beschreitet der EVS in der Gemeinde Illingen nun einen nachhaltigen Weg.

Alle wichtigen Informationen zur Entsorgung der verschiedenen Abfälle und Wertstoffe gibt es im EVS-Abfall-Nachschlagebüchlein, das kostenlos unter www.evs.de bestellt werden kann. jam

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