Den bestmöglichen Start ins Leben bieten

Die kaufmännische Direktorin Natalie Hirschauer, die leitende Hebamme Anne Jansen und der ärztliche Direktor Dr. Stephan Kremers in einem der fünf ­Kreißsäle des Saarlouiser Marienhaus-Klinikums. Foto: Morguet
Die kaufmännische Direktorin Natalie Hirschauer, die leitende Hebamme Anne Jansen und der ärztliche Direktor Dr. Stephan Kremers in einem der fünf ­Kreißsäle des Saarlouiser Marienhaus-Klinikums. Foto: Morguet - (Bild 1 von 1)

Saarlouis / Merzig. Das Saar­louiser Marienhaus-Klinikum ist für die zu erwartende Steigerung ihrer Neugeborenenzahlen nach Schließung der geburtshilflichen Abteilung des Merziger SHG-Klinikum gut vorbereitet.

Wie der ärztliche Direktor Dr. Stephan Kremers bei einem Pressegespräch mitteilte, hatten bis Ende November im Marienhaus-Klinikum bereits über 1 000 Babys das Licht der Welt erblickt. Zusammen mit dem DRK-Krankenhaus rechnet man für das Jahr 2023 mit rund 1 700 Geburten.

Die Geburtshilfeabteilungen beider Krankenhäuser arbeiten unter einem Chefarzt, Dr. Johannes Bettscheider, eng zusammen. Gegenüber den rund 1 900 Geburten im Jahr 2022 sei dies ein Rückgang von rund 200 Neugeborenen. In Merzig seien jährlich zuletzt rund 550 Kinder zur Welt gekommen, Dr. Kremers geht aber davon aus, dass davon nur etwa 300 Mütter künftig in Saarlouis entbinden werden. Der andere Teil werde sich seiner Meinung nach für Trier, St. Wendel oder Saarbrücken entscheiden.

Wie die leitende Hebamme Anne Jansen mitteile, lägen erste Geburtenanmeldungen aufs dem Grünen bereits in Saarlouis vor.

„Am ersten Tag nach der Veröffentlichung, dass die entsprechende Abteilung in Merzig schließt, stand das Telefon kaum still“, berichtete sie. Vom bisherigen Merziger Personal seien Verträge mit zwei Beleghebammen aus Merzig abgeschlossen, die künftig frei beruflich das Saarlouiser Team unterstützen. Hinzu kommen die festangestellten Hebammen (9 bis 10,5 Planstellen) und zwei weitere Beleghebammen, die schon seit längerem hier tätig sind. Auch räumlich sei das Marienhaus-Klinikum bestens aufgestellt.

Seit dem Umbau 2018 stehen hier fünf Kreißsäle, drei Untersuchungszimmer und zwei Wehenzimmer zur Verfügung. Das Ärzteteam umfasst den Chefarzt, vier Oberärzte und sieben Assistenzärzte. Hier stehen modernste Geräte wie eine zentrale CTG-Überwachung (Herztonwehenschreiber) und Ultraschallgeräte neuester Generation zur Verfügung.

Mütter aus dem Kreis Merzig-Wadern mit Problemen während der Schwangerschaft hätten auch in der Vergangenheit schon in Saarlouis entbunden, weil das Marienhaus-Klinikum perinataler Schwerpunkt ist. Das heißt, dass dort kindliche Notfälle behandelt werden. Hierbei arbeitet das Marienhaus-Klinikum eng mit den entsprechenden Abteilungen des Saarbrücker Winterberg-Krankenhauses und der Homburger Uni-Klinik zusammen. „Unsere Maxime ist es, die Risiken für das weitere Leben zu minimieren“, bekräftigte Dr. Kremers: „Die werdende Mutter und ihr Kind stehen im Mittelpunkt. Wir wollen den Neugeborenen den bestmöglichen Start ins Leben bieten.“ Dazu findet auch ein Infoabend für werdende Eltern (an jedem ersten Montag im Monat) statt. In der Reihe „Medizin verstehen“ sind am 9. Januar 2024 Krankheiten unter der Schwangerschaft das ­Thema. om

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