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Demokratie lebt von Menschen

Bildunterschrift: Katarina Barley sprach mit den Jugendlichen unter anderem über die 
Bedeutung demokratischer Grundwerte. Foto: Schule
Katarina Barley sprach mit den Jugendlichen unter anderem über die Bedeutung demokratischer Grundwerte. Foto: Schule - (Bild 1 von 1)

Theley. Was bedeutet Demokratie im Alltag? Warum ist sie wichtig und was können junge Menschen selbst dazu beitragen, sie zu bewahren? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich rund 150 Schüler der achten Klassen sowie die beiden Kurse „Soziale Verantwortung“ der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley beim Besuch der Europaabgeordneten und Vizepräsidentin des EU-Parlaments Katarina Barley.

Im Mittelpunkt der Begegnung stand das Thema „Demokratie vor Ort“. Katarina Barley sprach mit den Jugendlichen über die Bedeutung demokratischer Grundwerte und darüber, dass Demokratie nicht nur bei Wahlen oder in politischen Institutionen stattfindet. Sie machte deutlich, dass demokratisches Zusammenleben auch im direkten persönlichen Umfeld beginnt: bei gegenseitigem Respekt, beim Zuhören, beim Aushandeln unterschiedlicher Interessen und bei der Bereitschaft, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.

Schulleiterin Ute Strozynskibegrüßte Katarina Barley und die Schüler und unterstrich die Bedeutung solcher Begegnungen für die schulische Demokratiebildung. Der Besuch bot den Jugendlichen die besondere Gelegenheit, politische Fragen nicht nur theoretisch im Unterricht zu behandeln, sondern unmittelbar mit einer erfahrenen Politikerin ins Gespräch zu kommen.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Lehrer Michael Schu, der den Besuch vorbereitet und den Austausch mit den Schülern begleitet hatte. Sein Anliegen war es, den Jugendlichen einen unmittelbaren und offenen Zugang zu demokratischen Themen und politischen Entscheidungsprozessen zu ermöglichen.

Nach einem Impuls von Katarina Barley hatten die Jugendlichen Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Gedanken einzubringen. Dabei ging es nicht nur um einfache oder erwartbare Fragen. Einige Schüler hinterfragten politische Entwicklungen kritisch und wollten wissen, wie Demokratie mit unterschiedlichen Meinungen, politischen Konflikten und gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen kann.

Gerade dieser offene Austausch zeigte, dass die Jugendlichen sich mit politischen und gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen. Barley nahm sich Zeit, auf die Fragen einzugehen und auch kritische Nachfragen ausführlich zu beantworten.

Eindrücke der Schüler

„Ich habe gemerkt, dass Demokratie nicht einfach bedeutet, dass wir wählen dürfen. Sie hat auch damit zu tun, dass wir unsere Meinung sagen können und andere Meinungen aushalten müssen“, fasste eine Schülerin anschließend ihre Eindrücke zusammen.

Ein anderer Schüler betonte: „Für uns ist es normal, dass wir unsere Meinung sagen können und dass wir frei leben. Aber eigentlich ist das nicht selbstverständlich. Man muss sich auch darum kümmern, dass es so bleibt.“

Auch die Frage nach der eigenen Verantwortung beschäftigte die Jugendlichen. „Ich glaube, wir denken oft, dass Demokratie einfach da ist. Aber wenn sich niemand dafür interessiert oder einsetzt, kann sie nicht einfach von alleine funktionieren“, lautete das Fazit einer weiteren Schülerin.

Damit wurde ein zentraler Gedanke des Besuchs deutlich: Demokratie lebt von Menschen, die sich beteiligen. Gerade für junge Menschen bedeutet das, sich eine eigene Meinung zu bilden, Informationen kritisch zu hinterfragen, unterschiedliche Positionen kennenzulernen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.

Für eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgten die beiden Lehrer Allegra Bartnicki-Lauk und Thomas Weiner.

Die Begegnung hat gezeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen Raum für politische Fragen, kritische Diskussionen und persönliche Begegnungen zu geben. Die Schulgemeinschaft freut sich daher bereits auf eine baldige Wiederholung eines solchen Austauschs. red./hr

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