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Dach der St. Mauritius wird neu gedeckt

Bildunterschrift: Die heutige Hauptkirche der Kirchengemeinde wurde 1932 nach Plänen des Architekten Albert Boßlet im Stil der Neuromanik erbaut. Foto: Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Probst
Die heutige Hauptkirche der Kirchengemeinde wurde 1932 nach Plänen des Architekten Albert Boßlet im Stil der Neuromanik erbaut. Foto: Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Probst - (Bild 1 von 1)

Ormesheim. Professor Markus Otto, Ortskurator Saarbrücken der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbrachte dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag über 50000 Euro für die Dacheindeckung der St. Mauritiuskirche in Ormesheim an Pfarrer Daniel Ševo.

Die heutige Hauptkirche der Kirchengemeinde wurde 1932 nach Plänen des Architekten Albert Boßlet im Stil der Neuromanik erbaut. Die monumentale dreischiffige Basilika beeindruckt durch ihren massiven Turm. Das Dach wurde mit naturfarbenen Ziegeln gedeckt, die Außenwände in weißgrauem Kalkstein gehalten. Dies stellt eine Brücke dar zur Region des Bliegaus und des Ortes Ormesheim, wo die Kalkverarbeitung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle spielte.

Im Inneren der Kirche wird das Mittelschiff rhythmisch von den Bögen der Seitenschiffe flankiert. Das Hauptschiff besitzt eine flache, nach innen abgesetzte Holzdecke. Alle Fenster und die Kanzel wurden von Ormesheimer Bürgern gestiftet, deren Namen noch heute an den Fenstern abzulesen sind. Im Altarraum, vom Langhaus durch einen großen Bogen getrennt, findet man eine Mensa aus Pfälzer Sandstein und ein Tabernakel aus Messing.

Die Rückwand des Raumes schmückte ursprünglich ein Wandgemälde des Münchener Malers Paul Thalheimer mit einer Szene aus dem Leben des heiligen Mauritius. Bei den Umbau- und Neugestaltungsarbeiten im Altarraum 1981 wurde das Bild verdeckt. Für die Neugestaltung des Altarbereichs zeichnete der Bildhauer Max Faller verantwortlich, von dem der Tabernakel, Kerzenständer und das Vortragekreuz stammen. Ebenfalls von Max Faller stammt der Kreuzweg im südlichen Seitenschiff. Die Mensa des alten Altars befindet sich in einer Kapelle neben dem Altar. red./jj

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