Croissants versus Brezel und Currywurst

Französische und deutsche Schüler haben gemeinsam die Stadt der liebe erkundet. Foto: Schule
Französische und deutsche Schüler haben gemeinsam die Stadt der liebe erkundet. Foto: Schule - (Bild 1 von 1)

Sulzbach. Paris – die Stadt der Liebe, der Croissants und natürlich des Eiffelturms. Wer will da nicht einmal in seinem Leben hin? Die Klasse 9c des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Sulzbach hatte im Rahmen eines Austauschprogramms diese Möglichkeit erhalten.

Nach langer Planung und Unsicherheiten bezüglich Corona ging es montags mit 21 Schülerinnen und Schülern und mit den zwei Französischlehrerinnen Dietrich und Kartes los. Mit dem ICE kamen die Schüler nach zwei Stunden Fahrt am Gare de l’Est an, bis sie mit der Metro weiter zur Austauschschule, dem Collège Pablo Picasso fuhren, das am Rande von Paris liegt.

Nach einem schönen Empfang und musikalischer Darbietung zeigten die Franzosen den Deutschen ihre Schule und nach dem Mittagessen in der Kantine ging es mit dem Bus weiter in die Unterkunft, die sich mitten in einem riesigen Park neben einem See befand. Auf der Parkanlage gab es fast alles, was man sich wünschte: Einen Strand, die unterschiedlichsten Aktivitäten wie Baumklettern, ein Outdoorgym und mehr.

Nach dem ersten Kennenlernen gab es bei der Verständigung kaum Probleme, weshalb es bei der Zimmerverteilung auch gemischte Zimmer mit Franzosen und Deutschen gab und am Abend in einem Nebenhaus eine kleine Feier stattfand.

Am nächsten Tag stand viel auf dem Programm, denn als erstes wurde in gemischten Kleingruppen an unterschiedlichen Projekten zum Thema „Deutsche und Französische Küche“ gearbeitet. Dazu wurden typisch deutsche Gerichte mitgebracht und kurz vorgestellt. Rezepte wurden gestaltet und Kurzfilme gedreht und anschließend präsentierten die Franzosen, begleitet von Bildern, unterschiedliche Sehenswürdigkeiten von Paris auf Deutsch.

Nach dem Mittagessen ging es nun zu den Aktivitäten innerhalb der Parkanlage, wobei Baumklettern, Stand-up Paddling, Kajak fahren oder Bogenschießen zur Auswahl standen. Abends nutzten viele die freie Zeit und gingen an den Strand, andere genossen einfach die Aussicht. Manche hörten am See Musik und da immer mehr Leute dazukamen, entstand eine kleine, spontane, aber ausgelassene Party.

Am nächsten und letzten Tag ging es ins Herz von Paris und zur Besichtigung vieler Sehenswürdigkeiten wie den Arc de Triomphe, den Eiffelturm oder den Louvre, an dem die Schüler in Gruppen die Gegend erkunden durften.

In dieser Zeit sollten die Deutschen Franzosen ansprechen und sie nach einem typisch deutschen Gericht, das ihnen einfällt, fragen. Die Franzosen nannten Schnitzel, Currywurst und Brezel.

Nach einer Fahrt mit einem Audioguide über die Seine ging es weiter in ein Schokoladenmuseum bis es Zeit war, auf Wiedersehen zu sagen. Am Gare de l’Est verabschiedeten sich die Franzosen von den Deutschen und mittwochabends kamen sie wieder in Saarbrücken an, ein bisschen glücklicher und energiegeladener als zuvor. Und ziemlich sicher auch ein bisschen verliebter in Paris.

Der Austausch mit der französischen Partnerschule hat allen sehr gut gefallen. Besonders die Begegnungen mit den Franzosen und die Erinnerungen, die die Klassen zusammen mit ihren Lehrern sammeln konnten. Dennoch war der Höhepunkt der Fahrt der Tag, an dem die vielen Sehenswürdigkeiten besichtigt wurden und auch ihren Wortschatz konnten die Schüler durch den Aufenthalt erweitern.

Und vielleicht ist sogar die ein oder andere französische Freundschaft entstanden. red./ Sophia Grießmann, 9c

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