„Christoph 16“: 1 206 Einsätze im Saarland

Im Saarland wurde der am Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg ­stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 16“ im letzten Jahr zu 1 206 Notfällen alarmiert. Foto: Mirko Schmidt
Im Saarland wurde der am Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg ­stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 16“ im letzten Jahr zu 1 206 Notfällen alarmiert. Foto: Mirko Schmidt - (Bild 1 von 1)

Saarbrücken. Das Einsatzgeschehen der ADAC Luftrettung bewegt sich weiter auf höchstem Niveau: Die ADAC Rettungshubschrauber rückten im vergangenen Jahr zu 51 347 Notfällen aus. Das entspricht pro Tag im Durchschnitt mehr als 140 Alarmierungen. Mit dieser hohen Einsatzdichte überschritten die fliegenden Gelben Engel zum zehnten Mal in Folge die 50 000er-Marke. Die Gesamtzahl der Rettungsflüge nahm dennoch erstmals seit vielen Jahren deutlich ab – um Minus 7,8 Prozent oder 4328 Notfälle gegenüber der Rekordbilanz 2022.

Als Gründe für den starken Rückgang der Einsätze im vergangenen Jahr sieht die ADAC Luftrettung neben normalen Einsatzschwankungen und wetterbedingten Flugausfällen auch erste Auswirkungen der Mitte 2022 erweiterten Behandlungsbefugnisse für Notfallsanitäter sowie den zunehmenden Einsatz von Telenotärzten. Beides wirke sich positiv auf regionale Überlastungen des bodengebundenen Rettungsdienstes aus.

Im Saarland wurde der am Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 16“ im letzten Jahr zu 1 206 Notfällen alarmiert (2022: 1 377 Einsätze).

Der Rückgang lässt sich im Saarland mit der Änderung für Leitstellen bei der Notarztindikation erklären, ebenso mit den erweiterten Befugnissen für Notfallsanitäter. Beim Vergleich der Einsätze anderer RTH fällt auf, dass der in der Westpfalz stationierte „Christoph 66“ von insgesamt 1 788 Einsätze auch 38 Einsätze im Saarland flog.

Haupteinsatzgrund im Saarland waren Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkt und Herzrhythmusstörung (35 Prozent). In 29 Prozent der Fälle wurden die Lebensretter wegen Verletzungen nach Unfällen gerufen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. In 12 Prozent der Fälle wurden neurologische Notfälle wie Schlaganfall, Hirnblutung und Krampfanfall ­diagnostiziert. red./jb

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