Weiskirchen. Großes Losglück für das Team der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Jakobus der Ältere aus Weiskirchen: Unter zahlreichen Gruppen und Initiativen des Bistums Trier, die sich am Ehrentag des Bundespräsidenten beteiligt hatten, wurde die Bücherei als eine von nur zwei Gewinnern ausgelost. Die Einladung zu einem gemeinsamen Mittagessen mit Bischof Stephan Ackermann führte die Ehrenamtlichen deshalb nun nach Trier.
Neben dem Büchereiteam aus Weiskirchen durfte sich auch Palaver e.V. aus Waldrach über den Gewinn freuen. Das Team Engagemententwicklung des Bistums hatte die beiden Gruppen unter den vielen teilnehmenden Initiativen ausgelost.
Der Bischof hatte in den Bischofshof eingeladen und nahm sich Zeit, mit den Engagierten über deren Motivation sowie über Erfolgserlebnisse und Schwierigkeiten ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit Michaela Tholl und Melanie Engelmann vom Team Engagemententwicklung nahm der Bischof wahr, dass beide Gruppen eine zutiefst diakonische Grundhaltung verbindet. Der Bücherei in Weiskirchen gelingt es, ein niederschwelliges Bildungsangebot zu machen, das sich vor allem an Kinder und Jugendliche richtet, die in ihrem Lebensumfeld wenig Zugang zum Lesen finden.
Im Laufe der Zeit haben sich vielfältige Formate entwickelt, die in den Räumen der Bücherei und auch an anderen Orten stattfinden. Das Büchereiteam hatte sich mit einem „Tag der offenen Tür“ am Ehrentag beteiligt. Der Verein Palaver e.V. ist aus einem Netzwerk von Kirchen und Kommune in der Flüchtlingshilfe entstanden und betreibt heute ein Begegnungszentrum mit Angeboten für alle Menschen im Bereich der Verbandsgemeinde Ruwer. Das reicht von der Einzelbetreuung geflüchteter Menschen und Deutschunterricht über ein gut bestücktes Mitnahmeregal bis hin zu kulturellen und Begegnungsangeboten.
Beide Initiativen verbindet, dass sie Orte anbieten, an denen Menschen sich gesehen fühlen und Vertrauen schöpfen. Im Austausch teilten beide Gruppen die Erfahrung, dass sowohl die Gründung einer solchen Initiative als auch der kontinuierliche Betrieb viel Energie erfordern, nicht zuletzt das Bemühen um finanzielle Unterstützung.
An das Mittagessen mit Bischof Stephan schloss sich für die Engagierten noch eine Domführung an, bevor man sich mit vielen Eindrücken und einem Gefühl der Wertschätzung voneinander verabschiedete. red./jb


