Blühwiesen und „Aktion Wasserzeichen“

Michael Arend, Leiter des Bauamtes, Staatsekretär Sebastian Thul, Roman Backes vom Bau- und Umweltamt und ­Bürgermeister Bernd Huf (von links) besichtigen die Bauarbeiten. Foto: Gemeinde
Michael Arend, Leiter des Bauamtes, Staatsekretär Sebastian Thul, Roman Backes vom Bau- und Umweltamt und ­Bürgermeister Bernd Huf (von links) besichtigen die Bauarbeiten. Foto: Gemeinde - (Bild 1 von 1)

Spiesen-Elversberg. Sebastian Thul, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, war in der Gemeinde Spiesen-Elversberg zu Gast.

Anlass des Besuchs waren verschiedene Projekte, die zurzeit von seinem Ministerium gefördert werden. Erste Station war der alte Friedhof Neunkircher Straße in Elversberg. Dort ist gerade der neue Bienenlehrpfad des Imkervereins entstanden. Die Gemeinde steuert sozusagen das Futter für die Bienen bei – auf dem gleichen Gelände wurde eine Blühwiese eingesät, von der sich die fliegenden Bewohner bedienen können.

Noch weitere Blühwiesen gibt es in der Gemeinde: auch am ehemaligen Friedhof Wildbertstock und am Waldfriedhof wurden bienenfreundliche Flächen angelegt, insgesamt mehr als 5000 Quadratmeter. Die Anlagen wurden zu 50 Prozent durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. Sebastian Thul bestätigte, dass solche Projekte sehr gerne unterstützt würden. Nicht nur die Honigbienen, auch Wildbienen und andere Insekten profitierten von den renaturierten Wiesen.

Das dritte und größte geförderte Projekt ist mit größeren Baumaßnahmen verbunden: Die Gemeinde baut nun seit 2008 einen neuen Regenwassersammler durch die Ortslage von Spiesen. Begonnen wurde damals am Ende der Bebauung der Rohrbacher Straße. Ziel dieses vom Ministerium für Umwelt geförderten Projektes ist die weitgehende Trennung von Schmutz und Regenwasser.

Die Kläranlage Brebach, in die die Abwässer von Spiesen geleitet werden, soll möglichst viel vom Regenwasser entlastet werden. Dieses kann stattdessen wieder den Bächen und somit der Natur zugeführt werden.

Der letzte Bauabschnitt hat Anfang Juli begonnen und soll das Regenwasser, das von den Feldern und aus dem Wald hinter der Werkstatt der WZB die Ortslage erreicht, geregelt abführen. Wenn dieser Abschnitt fertiggestellt ist, sind rund 2300 Meter Kanal im Wert von über 7 Millionen Euro verlegt worden. Davon erhält die Gemeinde ca. 2,2 Millionen Euro an Zuschüssen. Mit diesem Sammler ist der Grundstein für weitere Trennungen bei zukünftigen Kanalbaumaßnahem wie etwa „Am Gänsberg“ gelegt. red./hr

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