Dillingen. Der Dillinger Kunstverein zeigt vom 6. September bis 4. Oktober im Zentrum August Clüsserath, Stummstraße 33, die Ausstellung „Blöde Büsten. Malerei und Druckgraphik“ mit aktuellen Arbeiten des Künstlers Volker Lehnert.
Präsentiert werden Gemälde und Druckgrafiken aus den vergangenen beiden Jahren, in denen Lehnert seine charakteristische Bildsprache zwischen Zeichnung, Malerei und grafischer Struktur weiterentwickelt.
Die Ausstellung fällt in ein besonderes Jahr für den Künstler: 2026 begeht Volker Lehnert seinen 70. Geburtstag, zugleich jährt sich der Beginn seines künstlerischen Studiums zum 50. Mal. Damit blickt er auf ein halbes Jahrhundert kontinuierlicher künstlerischer Arbeit zurück.
Zwischen Figuration und Abstraktion
Lehnert ist eng mit dem Saarland verbunden. Über viele Jahre unterrichtete er als Kunsterzieher am Gymnasium am Schloss Saarbrücken und engagierte sich darüber hinaus in der Kunsterzieherfortbildung.
Parallel dazu entwickelte er sein eigenes künstlerisches Werk und war auch im Saarländischer Künstlerbund aktiv, einem wichtigen Netzwerk für die zeitgenössische Kunst im Saarland. Lehnerts Arbeiten bewegen sich zwischen Figuration und Abstraktion. Linien, Zeichenfragmente und farbige Flächen überlagern sich zu offenen Bildräumen, in denen Motive auftauchen und wieder verschwinden.
Figurenhafte Andeutungen, architektonische Formen oder Gegenstände erscheinen in fragmentarischer Gestalt und verbinden sich mit spontanen gestischen Spuren.
Der Ausstellungstitel „Blöde Büsten“ spielt mit Ironie und verweist zugleich auf wiederkehrende Motive im Werk des Künstlers: reduzierte, manchmal skizzenhafte Kopf- und Figurenformen, die zwischen Karikatur, Zeichen und Bildfigur changieren. In der Verbindung von Malerei und Druckgrafik wird deutlich, wie stark Lehnerts Arbeiten von zeichnerischem Denken geprägt sind.
Zu den ausgestellten Werken gehören unter anderem das Gemälde „Felsengarten III“ (2025), Eitempera auf Leinwand, sowie die Farblithografie „Über das Rad“ (2025).
Beide Arbeiten zeigen exemplarisch Lehnerts Arbeitsweise, in der sich spontane Linienführung, überlagerte Farbflächen und grafische Strukturen zu vieldeutigen Bildgefügen verdichten. red./jj


